Unternehmen 09.08.2018 0 Bewertung(en) Rating

Lanxess trennt sich von Arlanxeo

Lanxess plant den Verkauf seines 50-Prozent-Anteils am 3 Mrd. EUR schweren Joint Venture Arlanxeo an Saudi Aramco.

Lanxess möchte seine Kautschuksparte endgültig loswerden. Das Chemieunternehmen wird seinen 50%-Anteil an Arlanxeo an seinen Joint-Venture-Partner Saudi Aramco. Die beiden Unternehmen, die Arlanxeo im Jahr 2016 als 50:50-Gemeinschaftsunternehmen für synthetischen Kautschuk gegründet haben, unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung. Die Unternehmen gehen davon aus, dass die geplante Transaktion bis Ende 2018 abgeschlossen sein wird.

 - Produktion von Chloropren-Kautschuk bei Arlanxeo in Dormagen.
Produktion von Chloropren-Kautschuk bei Arlanxeo in Dormagen.
Arlanxeo

Insgesamt ist das Gemeinschaftsunternehmen Arlanxeo mit 3,0 Mrd. EUR bewertet. Für seinen 50%-Anteil würde Lanxess von Saudi Aramco nach Abzug von Schulden und anderen finanziellen Verbindlichkeiten rund 1,4 Mrd. EUR in bar erhalten. Mit dem Transaktionserlös plant Lanxess, seine finanzielle Basis zu stärken und seine Nettofinanzverbindlichkeiten zu reduzieren.

Weiterer Meilenstein im Transformationsprozess

Ursprünglich hatten Lanxess und Saudi Aramco für beide Partner eine Sperrfrist bis 2021 vereinbart. "Mit der geplanten Transaktion schließen wir einen weiteren Meilenstein unserer strategischen Neuausrichtung früher als ursprünglich geplant ab. Damit wären wir in der Lage, uns noch besser auf unsere Position als führender Anbieter in mittelgroßen Spezialchemiemärkten zu konzentrieren", sagte Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender bei Lanxess. "Gleichzeitig erhöhen wir die Stabilität unseres Geschäfts, stärken unsere finanzielle Basis und gewinnen zusätzliche strategische Flexibilität für weiteres Wachstum."

Arlanxeo mit Hauptsitz in Maastricht, Niederlande, erzielte 2017 einen Umsatz von rund 3,2 Mrd. EUR. Das Unternehmen produziert Hochleistungskautschuke, unter anderem für die Automobil- und Reifenindustrie, die Bauindustrie sowie die Öl- und Gasindustrie.

Die Ausgliederung des Geschäfts mit synthetischem Kautschuk in das Joint Venture Arlanxeo im Jahr 2016 war die Grundlage für die strategische Neuausrichtung von Lanxess. Seitdem konzentriert sich Lanxess auf das Wachstum in mittelgroßen Spezialchemiemärkten und hat bereits verschiedene Akquisitionen in diesem Bereich getätigt – die größte war bisher die Übernahme des US-Chemieunternehmens Chemtura im Jahr 2017.

mg

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