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Lanxess: Schwache Autoindustrie trübt Geschäftsjahr 2019

Lanxess-Zentrale in Köln: Der Geschäftsbereich HPM wird eigenständig. Foto: Lanxess

Lanxess-CEO Matthias Zachert bilanziert das Geschäftsjahr 2019: Das Segment Engineering Materials verliert 8 % Umsatz im Vergleich zum Vorjahr.

Bilanzpressekonferenz zum Geschäftsjahr 2019 bei Lanxess: In einem anhaltend herausfordernden Umfeld hat der Spezialchemie-Konzern das Jahr erfolgreich abgeschlossen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 3,3 % auf 1,019 Mrd. EUR. Im Vorjahr hatte der Konzern ein Ergebnis von 986 Mio. EUR erwirtschaftet.

Das starke Ergebnis ist den drei Segmenten Advanced Intermediates, Specialty Additives und Performance Chemicals zu verdanken. Kunststoffe machten dagegen weniger Freude: Die Entwicklungen im Segment Engineering Materials mit den Bereichen High Performance Materials und Inorganic Urethane Systems waren durch die schwächere Nachfrage aus der Automobilindustrie geprägt. Auf den Umsatz drückten zudem niedrigere Verkaufspreise aufgrund gesunkener Rohstoffkosten.

Umsatz mit Polymeren im Geschäftsjahr 2019 rückläufig

Der Umsatz bei Engineering Materials, der Kunststoffsparte bei Lanxess, sank insgesamt um 8,0 % von rund 1,58 Mrd. EUR Euro auf 1,45 Mrd. EUR. Das Ergebnis lag bei 238 Mio. EUR und damit um 10,9 % unter dem Vorjahreswert von 267 Mio. EUR.

Trotz schwächerer Nachfrage aus der Automobilindustrie verlief das Geschäftsjahr 2019 im Segment Specialty Additives erfolgreich. Dafür sorgte ein starkes Geschäft im Geschäftsbereich Polymer Additives. Der Umsatz lag mit 1,96 Mrd. EUR nahezu auf Vorjahresniveau (1,98 Mrd. EUR). Das Ergebnis verbesserte sich, auch unterstützt durch Kostensynergien aus der Chemtura-Integration, um 2,9 % auf 353 Mio. EUR.

Ausblick 2020: operativ stabil, aber Coronavirus belastet

Für das Geschäftsjahr 2020 rechnet Lanxess mit einer stabilen operativen Geschäftsentwicklung. Durch Effekte aus der Coronavirus-Epidemie erwartet der Konzern jedoch im Gesamtjahr eine Belastung des operativen Ergebnisses zwischen 50 und 100 Mio. EUR. Für das erste Quartal 2020 geht der Chemiekonzern derzeit von Belastungen aus der Coronavirus-Epidemie von rund 20 Mio. Euro aus.

mg

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