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Lanxess: Neue Compoundier-Anlage eingeweiht

Lanxess produziert in Krefeld-Uerdingen auch Polyamid und PBT. Hier hat der Chemiekonzern jetzt eine neue Compoundier-Anlage eingeweiht. Foto: Lanxess

Lanxess CEO Matthias Zachert hat im Beisein von NRW-Ministerpräsident Wüst eine neue 50 Mio. EUR schwere Compoundier-Anlage feierlich eingeweiht.

Lanxess hat ein Investitionspaket über 130 Mio. EUR an seinem Standort in Krefeld-Uerdingen umgesetzt und in diesem Kontext jetzt eine neue Compoundier-Anlage für Hochleistungs-Kunststoffe eingeweiht. Mit 50 Mio. EUR war diese Anlage eines der größten Einzelprojekte des Investitionspakets.

NRW-Ministerpräsident bei Einweihung

„Das Investitionspaket zeigt deutlich: Unser Herz schlägt in und für Nordrhein-Westfalen. Wir beweisen, dass innovative Chemieproduktion hier wettbewerbsfähig möglich ist“, sagte Lanxess-Vorstandsvorsitzender Matthias Zachert bei der Einweihung Ende April in Krefeld-Uerdingen.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst erklärte: „Die Chemieindustrie ist eine Schlüsselbranche in unserem Land, um die Transformation hin zur Klimaneutralität zu bewältigen. Das beweist Lanxess mit dieser neuen Produktionsanlage für nachhaltige Kunststoffe, die auch für die Mobilität der Zukunft eingesetzt werden.“

Compoundier-Anlage produziert nachhaltiges Polyamid

Lanxess stellt auf der neuen Compoundier-Anlage in Krefeld-Uerdingen technische Kunststoffe der Marken Durethan (Polyamid) und Pocan (PBT) her, die insbesondere in der Automobilbranche sowie der E&E-Industrie zum Einsatz kommen. Vor allem die Elektromobilität ist ein wachsendes Anwendungsfeld für die Materialien. Sie werden dort vor allem für Karosserien, Batteriegehäuse und die Ladeinfrastruktur verwendet.

Auch ein neues nachhaltiges Polyamid 6, das zu 92 % aus nachhaltigen Rohstoffen besteht, wird hier produziert. Es heißt Durethan Blue BKV60H2.0EF und ist ein Produkt der neuen Scopeblue-Reihe von Lanxess. Bei der Produktion des Kunststoffs wird Cyclohexan aus nachhaltigen Quellen wie Rapsöl oder anderer Biomasse als Rohstoff verwendet. Verstärkt wird das Polyamid mit 60 % Glasfasern, die aus industriellen Glasabfällen recycelt werden.

Die alternativen Rohstoffe sind mit den jeweiligen Materialien fossilen Ursprungs chemisch identisch. Der Kunststoff hat daher dieselben Eigenschaften wie sein Pendant aus fossilen Rohstoffen.

Das Marken-Label Scopeblue von Lanxess kennzeichnet Produkte, die entweder zu mindestens 50 % aus zirkulären Rohstoffen bestehen, oder deren CO2-Bilanz um mindestens 50 % geringer ist als die herkömmlicher Produkte.

Lanxess stärkt Standort Krefeld-Uerdingen

Krefeld-Uerdingen ist der zweitgrößte Standort für Lanxess weltweit. Lanxess betreibt hier bereits eine Polymerisations- sowie eine weitere Compoundier-Anlage für Hochleistungs-Kunststoffe. Insgesamt hat Lanxess diesen Standort mit einem Investitionspaket von über 130 Mio. EUR gestärkt: Die Summe floss in den vergangenen vier Jahren in den Neu- und Ausbau mehrerer Werke, darunter 50 Mio. EUR in die neue Compoundier-Anlage und rund 80 Mio. EUR in den Ausbau einer Hydrieranlage. Dort werden verschiedene chemische Zwischenprodukte hergestellt, die in Kunststoffen, Arzneimitteln, Farbstoffen und Lacken zum Einsatz kommen.

mg