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Längere Lebensdauer für Schwerlast-Kugelgewindetriebe

  • Technik
August Steinmeyer verwendet eine Simulations-Software von Meshparts, um lokale Belastungen und daraus entstehende Schäden besser nachvollziehen zu können. Foto: Meshparts

August Steinmeyer optimiert Schwerlast-Kugelgewindetriebe. Eine spezielle Simulations-Software sorgt für längere Lebensdauer.

Um die Lebensdauer ihrer Schwerlast-Kugelgewindetriebe besser einschätzen und durch konstruktive Anpassungen optimieren zu können, verwendet die August Steinmeyer GmbH eine spezielle Simulations-Software. Das Unternehmen entwickelt und fertigt Kugelgewindetriebe für verschiedene Branchen wie den Werkzeugmaschinenbau, die Luftfahrt sowie für Schwerlast-Anwendungen wie sie typischerweise im Spritzguss oder in Pressen zu finden sind. Bei Schwerlast-Applikationen geht es weniger um Präzision und Dynamik, sondern vielmehr um eine hohe Belastbarkeit der Komponenten.

Alternative zur Hydraulik

Kugelgewindetriebe bieten eine saubere und wirtschaftliche Alternative zur Hydraulik, daher setzen viele Anwender auf die Elektrifizierung ihrer Maschinen. Besonders im Schwerlastbereich wirken dabei hohe Kräfte auf den Kugelgewindetrieb und dessen Lebensdauer hängt stark mit der Belastung einzelner Kugeln zusammen. Mit vereinfachten Berechnungen nach DIN ISO 3408 oder aufwändigen Tests auf Prüfständen lässt sich diese oft nicht genau vorhersagen und es lassen sich auch keine Zusammenhänge zwischen einem Schaden – wie z. B. Ausbrüchen an Kugeln, Laufbahn oder der Mutter und der Ursache des Defekts erkennen.

Lebensdauer präzise abschätzen

Um lokale Belastungen und daraus entstehende Schäden besser nachvollziehen zu können, verwendet August Steinmeyer seit mehreren Jahren die Simulations-Software der Meshparts GmbH. Das Unternehmen entwickelt schnell rechnende, parametrische Modelle, die alle technischen Komponenten eines Kugelgewindetriebes – wie Kugeln, Mutter und Spindel – detailgetreu abbilden können. Relevante Effekte wie nichtlineare Kontaktsteifigkeit, Spiel, Vorspannung, Kontaktwinkeländerung, Anbindung an die Peripherie sowie Einfluss von Umlenkungen werden in der Berechnung mit einbezogen. „Durch die genaue Berechnung der Kugelkontaktkräfte, der Kontaktwinkel sowie der Kontaktpressungen lässt sich die Lebensdauer sehr präzise abschätzen“, erklärt Wolfgang Klöben, Entwicklungsleiter bei August Steinmeyer.

Die Optimierung der Kugelgewindetriebe mit Hilfe einer Simulations-Software steigert die Lebensdauer der Kugelgewindetriebe im Schwerlastbereich signifikant. Foto: August Steinmeier

Schwerlast-Kugelgewindetriebe mit besserer Lastverteilung

Außerdem kann der Hersteller so seine Schwerlast-Kugelgewindetriebe auf Modellbasis optimieren. Vor allem bei der Steigung, der Kugelgröße, der Anordnung der Umlenkungszüge und weiterer konstruktiver Details sind nun Anpassungen möglich, um eine bessere Lastverteilung auf der Spindel und eine Reduktion der Wälzspannung zu erreichen. Das steigert die Lebensdauer der Kugelgewindetriebe im Schwerlastbereich signifikant. „Im Endeffekt decken sich die FEM-Ergebnisse von Meshparts exakt mit unseren Erfahrungen aus der Praxis“, berichtet Wolfgang Klöben, Entwicklungsleiter bei August Steinmeyer. „Jetzt wissen wir jedoch genau, an welcher Stelle die Probleme auftreten und wie wir gezielt gegensteuern können.“

ak

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