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Kunststoffverpackungen werden immer nachhaltiger

Nach der aktuellen GVM-Studie nimmt sowohl die Recyclingfähigkeit als auch der Rezyklatanteil von Kunststoffverpackungen deutlich zu. Foto: IK

Der fünfte Nachhaltigkeitsbericht der IK belegt den Wandel bei Kunststoffverpackungen, denn die Recyclingfähigkeit ist auf 81 % gestiegen.

Der mittlerweile fünfte Nachhaltigkeitsbericht der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen enthält eine Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM), die den Weg der Kunststoffverpackungen zu mehr Nachhaltigkeit belegt. Laut Studie ist der Anteil recycling- oder mehrwegfähiger Haushaltsverpackungen aus Kunststoff von 75 % im Jahr 2016 auf 81 % im Jahr 2020 gestiegen. Tendenz: weiterhin steigend. Dazu Isabell Schmidt, IK-Geschäftsführerin Kreislaufwirtschaft: „Viele Innovationen befinden sich in der Entwicklung, sodass mit einem weiteren Anstieg in den nächsten Jahren zu rechnen ist. Damit liegt die Industrie voll im Plan bei der angestrebten Recyclingfähigkeit von 90 Prozent.“

Deutlich mehr Rezyklat in den Verpackungen

Auch der Einsatz von Recyclingmaterial in Kunststoffverpackungen macht mit 474.000 t (2019) Fortschritte (2017: knapp 400.000 t) und bestätigt, dass die Aufholjagd begonnen hat: Zwischen 2017 und 2019 ist die Nachfrage nach Rezyklaten um über 18 % gestiegen, während zugleich der Verbrauch an Kunststoffneuware rückgängig war. Auch hier erwartet die Industrie eine Fortsetzung des positiven Trends.

Großer Erfolg für die Initiative Erde und die Nachhaltigkeit: von 2.170 t im Jahr 2014 ist die Menge der recycelten Silo- und Stretchfolien auf 26.910 t im Jahr gestiegen und nimmt weiter zu. Foto: IK

Auch Initiative Erde auf Kurs

Auf Kurs befindet sich ebenfalls die IK-Initiative Erde: 26.500 t dem werkstofflichen Recycling zugeführte Silo- und Stretchfolien aus der Landwirtschaft sind ein enormer Fortschritt (2014: knapp 2.180 t) auf dem Weg zum 34.000 t Ziel für 2022.

Jedoch weist der Bericht auch auf die vielfältigen Herausforderungen hin. So stellt beispielsweise die Beschaffung hochwertiger Rezyklate, insbesondere für Lebensmittelverpackungen, noch eine große Hürde für die Branche dar. „In Kooperation mit der Recyclingwirtschaft und weiteren Akteuren aus Wirtschaft, Politik, Behörden und Zivilgesellschaft engagieren wir uns in vielfältiger Weise für die Überwindung der bestehenden Hürden“, so Isabell Schmidt.

Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen

Ob Verbraucher-, Produkt, oder Klimaschutz, Schutz der Meere vor Kunststoffeinträgen oder die Transformation in eine funktionierende Kreislaufwirtschaft: Mit ihren Produkten und Entwicklungszielen tragen die Kunststoffverpackungshersteller auf vielfältige Weise zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen bei und unterstützen die politischen Entwicklungsziele auf europäischer und deutscher Ebene.

Kritische Aspekte ebenfalls beleuchtet

Mit dem IK-Nachhaltigkeitsbericht, der jede Menge Daten und Fakten rund um die Branche liefert, lädt der Verband auch Kunststoff-Kritiker zu einer differenzierten und sachlichen Auseinandersetzung mit der oftmals emotional bewerteten „Plastikverpackungen“ ein. Kritische Aspekte wie Abfälle in der Umwelt werden dabei nicht ausgeblendet. „Schließlich gehören auch Transparenz, Glaubwürdigkeit und partnerschaftlicher Dialog zu den im Bericht definierten Ansprüchen an unsere Interessenvertretung“, betont Isabell Schmidt.

Ambitionierte Ziele für Recyclingfähigkeit und Rezyklateinsatz

Der mittlerweile fünfte Nachhaltigkeitsbericht der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen verknüpft erstmals die Leistungen und Ziele der Branche mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (UN Sustainable Development Goals, SDGs). Gleichzeitig dient der Bericht als Standortbestimmung einer Branche, die sich bis zum Jahr 2025 ambitionierte Ziele für die Kreislaufwirtschaft gesetzt hat: 1 Mio. t Rezyklateinsatz und 90 % recycling- oder mehrwegfähige Haushaltverpackungen.

Den vollständigen Nachhaltigkeitsbericht der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen als PDF finden Sie hier.

gk