Kleiderbügel im Kreislauf: Neben Produktionsausschuss verarbeitet Plásticos Ojara auch gebrauchte Kleiderbügel. Dadurch bestehen heute bei Plásticos Ojara bis zu 30 % der angebotenen Kleiderbügel aus recyceltem Kunststoff.
Foto: Weima
Kleiderbügel im Kreislauf: Neben Produktionsausschuss verarbeitet Plásticos Ojara auch gebrauchte Kleiderbügel. Dadurch bestehen heute bei Plásticos Ojara bis zu 30 % der angebotenen Kleiderbügel aus recyceltem Kunststoff.

Rezyklateinsatz

Kunststoffshredder löst Ausschussproblem

Hersteller von Kleiderbügeln investiert in Kunststoffshredder und kann seitdem Ausschussware wieder der Produktion zuführen

Plásticos Ojara, einer der führenden kolumbianischen Hersteller von Kleiderbügel aus Kunststoff, kann durch den Kauf eines Kunststoffshredders von Weima direkt vor Ort die bei der Produktion entstandene Ausschussware recyceln und wieder dem Produktionsprozess zuführen. Mit dem WLK 4 Einwellen-Zerkleinerer lassen sich Abfälle effektiv vermeiden, der Rohstoffzukauf senken und bisher ungenutzter Plastikmüll bekommt ein zweites Leben geschenkt.

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Der Weima WLK 4 Kunststoffshredder wird für die Vorzerkleinerung von Produktionsausschuss und gebrauchten Kleiderbügeln eingesetzt.
Foto: Weima
Der Weima WLK 4 Kunststoffshredder wird für die Vorzerkleinerung von Produktionsausschuss und gebrauchten Kleiderbügeln eingesetzt.

Seit über 40 Jahren ist Plásticos Ojara mit mittlerweile rund 200 Beschäftigten ein wichtiger Zulieferer von Kleiderbügeln für die lokale Textilindustrie. Etwa 90 % der produzierten Kleiderbügel finden in kolumbianischen Unternehmen Verwendung. Die übrigen 10 % werden nach Ecuador, Panama, El Salvador, Guatemala und in die Dominikanische Republik exportiert.

Nachhaltige Lösung für das Ausschussproblem

Seit jeher auf Nachhaltigkeit bedacht, suchte das lateinamerikanische Unternehmen nach einer Möglichkeit, seine Produktion weiter zu optimieren und noch umweltfreundlicher zu gestalten. Die Verantwortlichen von Plásticos Ojara entschieden sich dafür, Ausschussware künftig nicht mehr zu entsorgen, sondern stattdessen den Rohstoff wieder in den Herstellungsprozess zu integrieren. Am Anfang des Kreislaufs steht ein industrieller Shredder.

Kompakter Kunststoffshredder überzeugt mit hohem Durchsatz

Auf Empfehlung von Partnerunternehmen fiel die Wahl schließlich auf den bewährten deutschen Maschinenbau von Weima. Die Installation und Inbetriebnahme verliefen reibungslos. Durch die vergleichsweise kurze Lieferzeit konnte der WLK 4 Shredder schon bald mit der Arbeit beginnen – und überzeugte von Anfang an mit hohen Durchsatzleistungen.

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Pro Stunde verarbeitet der WLK 4 Einwellen-Zerkleinerer mit 600 mm Arbeitsbreite rund 350 kg Material.
Foto: Weima
Pro Stunde verarbeitet der WLK 4 Einwellen-Zerkleinerer mit 600 mm Arbeitsbreite rund 350 kg Material.

Der WLK 4 Einwellen-Zerkleinerer mit 600 mm Arbeitsbreite und elektromechanischem Antrieb inkl. eigens produziertem Weima WAP-Getriebe verfügt über einen V-Rotor und einen großzügigen Trichter im Logspacer-Design. Dieser verhindert die Brückenbildung von aufgegebenem Material. In der Regel wird der Shredder mit einer Durchsatzmenge von rund 350 kg/h betrieben. Bei kontinuierlicher Beschickung ist aber auch ein höherer Durchsatz möglich, so Weima. Die Rotorschneidmesser lassen sich bei Verschleiß mehrfach wenden, was die Wartungskosten der Maschine drastisch senkt. Durch das Touchdisplay ist der Shredder intuitiv bedienbar.

Bis zu 30 % der Kleiderbügel aus Rezyklat

Inzwischen bestehen bei Plásticos Ojara bis zu 30 % der angebotenen Kleiderbügel aus recyceltem Kunststoff. Dafür sammelt die Firma neben des Inhouse Recyclings auch alte Kleiderbügel von umliegenden Kunden oder Geschäften.

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Das Inhouse Recycling macht die Fertigung von Plásticos Ojara nachhaltiger und unabhängiger von externen Einflüssen.
Foto: Weima
Das Inhouse Recycling macht die Fertigung von Plásticos Ojara nachhaltiger und unabhängiger von externen Einflüssen.

Bei der Produktion von Kleiderbügeln verwendet das Unternehmen ausschließlich Polypropylen (PP), Polystyrol (PS) und Polyethylen (PE). Jeden Tag werden etwa 250 t dieser Materialien verarbeitet, wovon die meisten aus der eigenen Fertigung stammen. Der dabei ebenfalls entstehende Produktionsausschuss (zum Beispiel beim Starten und Stoppen von Anlagen) wird mithilfe des WLK 4 geshreddert, danach granuliert und schließlich wieder in die Produktion zurückgeführt, um neue Kleiderbügel herzustellen.

Unabhängiger von externen Einflussfaktoren

Durch die Schaffung einer internen Recyclinglinie mit Zerkleinerungstechnik von Weima ist Plásticos Ojara nun noch unabhängiger von externen Einflussfaktoren geworden. Teure Rohstoffzukäufe werden auf ein Minimum reduziert. Der hierdurch entstehende unternehmerische Handlungsspielraum eröffnet weitere neue Optimierungsmöglichkeiten für die Produktion. Bisher belegte Lagerflächen werden wieder frei. Die intralogistischen Aufwände für das Abfallhandling sinken. Somit ist Plásticos Ojara ein kolumbianischer Leuchtturm für die hiesige Kreislaufwirtschaft, so Weima. gk