Kunststoffe nachhaltiger und schöner machen

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Milliken zeigt auf der K-Messe, wie Additive die Nachhaltigkeit von Kunststoffen verbessern. Dabei geht es auch um Abfallvermeidung und Kunststoffrecycling.

Optimierung – Als Anbieter von Additiven und Farbstoffen für Kunststoffe wirft Milliken Chemical auf der diesjährigen K-Messe einen Blick auf die Nachhaltigkeit von Kunststoffen. Wie lassen sich vermehrt recycelte Kunststoffe einsetzen? Wie lässt sich das Recycling selbst verbessern? Welche Möglichkeiten gibt es für Verarbeiter, energieeffizienter und abfallsparender zu produzieren?

„Abfallvermeidung und Kunststoffrecycling sind wichtige Megatrends mit Auswirkung auf heutige Konsumgüter“, sagt Herrin Hood, Global Marketing Director für das Kunststoffadditivgeschäft von Milliken. „Wir alle wollen den überflüssigen Einsatz von Kunststoffen einschränken, das Recyceln von Polypropylen (PP) vorantreiben und uns in Richtung einer Kreislaufwirtschaft bewegen. Milliken unterstützt diese Bestrebungen mit Additiven, die für mehr Farbe, Umweltverträglichkeit, Transparenz und Leistungsfähigkeit sorgen.“

Additive fördern mehr Nachhaltigkeit

Monomaterial-Flasche aus leichtem, haltbarem NX Ultra Clear PP, mit einem kompatiblem In Mold-Label aus PP zur leichteren Recycelbarkeit. Foto: Milliken

Auf dem Messestand von Milliken können Besucher direkt erfahren, wie moderne Kunststoffadditive und Farbstoffe zu mehr Nachhaltigkeit bei Kunststoffen beitragen, indem sie Kunststoffe bei der Verarbeitung, in ihrer Anwendung und für das Recycling optimieren. So helfen Additive den Verarbeitern ihren Energieverbrauch zu reduzieren, sie ermöglichen den Einsatz von Verpackungen aus Monomaterial, was die werkstoffliche Wiederverwendung erleichtert, und sie fördern den Einsatz höherer PP-Recyclatanteile in Endprodukten.

Milliken schmiedet derzeit Partnerschaften, um kreislaufwirtschaftliche Initiativen voranzutreiben. So arbeitet Milliken gemeinsam mit Purecycle Technologies, Chicago, daran den Kreislauf beim Recyceln von Polypropylenen zu schließen. Unter Einsatz einer von Procter & Gamble lizensierten Technologie plant Purecycle im Jahr 2021 eine erste Anlage in Betrieb zu nehmen, die Post-Consumer-Polypropylen zu Neuware aufbereitet. Das recycelte Material kann damit in einem echten Kreislauf wieder in seiner ursprünglichen Anwendung eingesetzt werden.

Kunststoffe effizienter verarbeiten

Mit der Zugabe von Additiven lassen sich Kunststoffe umweltverträglicher verarbeiten. So sorgt der Clarifier Millad NX 8000 von Milliken für PP-Kunststoffe nicht nur dafür, das aus PP transparent wie Glas wird, sondern er ermöglicht es, das Material bei niedrigeren Temperaturen zu verarbeiten, was dem Spritzgießer Energiesparen hilft. Der Clarifier ist in mehreren Typen für unterschiedliche Verfahren lieferbar, einschließlich Spritzgießen, Thermoformen und Blasformen.

Mit Millad NX 8000 modifizierte PP-Kunststoffe fördern zudem recycelbare Monomaterialprodukte ‒ zum Beispiel Flasche oder Behälter plus Etikett und Verschluss allesamt aus PP. Polypropylen ist außerdem leichter als PET und Polystyrol, hat eine bessere Recyclingbilanz und bietet im Rahmen eines neuen Recyclingverfahrens von Purecycle die Möglichkeit, den Kreislauf von Polypropylen zu schließen.

Diese Vorteile haben eine wachsende Nachfrage nach Millad NX 8000 bewirkt. Milliken hat daher beschlossen, in Blacksburg (South Carolina, USA), eine weitere Produktionsanlage für diesen Clarifier zu bauen. Als größte aller jemals betriebenen Anlagen ihrer Art wird sie bei der Eröffnung im Jahr 2020 die Kapazität für Millad NX 8000 um ca. 50 % steigern.

Leistung von Kunststoffen steigern

Mehrere Milliken-Additive, einschließlich Hyperform HPN Nukleierungsmittel für PP und Polyethylen, dienen zur Leistungssteigerung der damit modifizierten Polymere, auch von recyceltem Polypropylen (rPP). Es ermöglicht die Fertigung leichterer Teile mit höherer Steifigkeit im Vergleich zu konventionell nukleiertem PP.  Auf der K-Messe 2019 wird Milliken mit Hyperform HPN 715 das jüngste Mitglied dieser Additivfamilie vorstellen, welches PP eine höhere Wärmeformbeständigkeit verleiht. Das ermöglicht den Einsatz von PP für mikrowellentaugliche Behälter, Hausgerätebauteile und Fahrzeugkomponenten im Motorraum.

Deltamax Leistungsmodifikatoren von Milliken wiederum tragen zur Kreislaufwirtschaft bei, indem sie die Schlagzähigkeit von rPP, Blends und schlagzähen PP-Copolymeren (IPC) steigern. Milliken wird auf der K-Messe 2019 die jüngste Erweiterung der Deltamax-Familie präsentieren. Der Deltamax-Fließverbesserer kann die Fließfähigkeit des Kunststoffs bis um das Fünffache erhöhen, ohne Schlagzähigkeit oder Steifigkeit zu beeinträchtigen. Damit können Verarbeiter die Effizienz ihrer Produktion steigern. Die Deltamax-Technologie ist auch wirksam im Modifizieren von recycelten Kunststoffen. So lässt sich damit der Anteil von rPP beim Compoundieren um bis zu 100 % erhöhen, ohne Einbußen an Leistungsfähigkeit oder Verarbeitbarkeit.

Keyplast Farbstoffe sorgen für glänzende, stabile und wiederholgenaue Farben bei Neupolymeren. Foto: Milliken

Hinzu kommt der Clear Shield UV-Absorber des Unternehmens, der PET-verpackte Waren vor schädlicher UV-Einstrahlung schützt. Der Absorber hat einen neuen UV-Schutzstandard geschaffen.

Kunststoffe durch Farbe schöner machen

Die Keyplast Farbstoffe von Milliken können in flüssigen und festen Masterbatches sowie in Compounds eingesetzt werden. Sie eignen sich für eine Vielzahl unterschiedlicher Polymer- und Kunststoffsysteme, darunter PET, Polystyrol (PS), Polycarbonat (PC), Acryl (PMMA) und Polysulfon (PSU). Keyplast-Farbstoffe verbessern die Anmutung und sorgen für stabile, wiederholgenaue Farben. Darüber hinaus zeigt Milliken auf der K-Messe 2019 auch seine Cleartint Farbstoffe.

mg

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