Kunststoffe in Polen: Langsam aber stetig bergauf

Back to Beiträge

Das Wachstum in der polnischen Kunststoffindustrie setzt sich fort. Dabei befinden sich Polens Verarbeiter in einem Modernisierungsprozess, die Marktforscher von AMI rechnen bis 2019 mit weiterem Wachstum.

Seit der großen Rezession in den Jahren 2008 und 2009 hat sich die europäische Kunststoffindustrie langsam und stetig erholt. Das gilt auch für Polen, dem einzigen Land in Europa, das der Weltrezession damals widerstehen konnte, obwohl auch dort das Wachstum der Polymernachfrage nach wie vor geschwächt ist. So stieg in Polen der Polymerverbrauch zwischen 2009 und 2014 um etwas mehr als 3,5 % jährlich – vor allem durch die steigende Produktion von Haushaltsgeräten und Verpackungen sowie einer Erholung der in Automobilproduktion.

Besonders stark wachsen konnten die Kunststoffe HDPE, PP und PET. Polypropylen macht heute knapp ein Viertel des Polymerverbrauchs im Land aus.

Drehscheibe für Verpackungen

Polen ist zu einer wichtigen Drehscheibe für die Herstellung und Verarbeitung von Kunststoffverpackungen geworden und hat in den letzten Jahren eigene Kapazitäten für alle Rohstoffpolymere ausgebaut. Das Land wird nach wie vor von einem anhaltend hohen Investitionsvolumen in der Automobilproduktion und der Elektroindustrie profitieren, wenngleich der Erfolg von Polens Kunststoffindustrie vom Wachstum im Westen abhängt und im Wettbewerb mit den ausländischen Importen bleibt.

Die Marktforscher von Applied Market Information (AMI) gehen davon aus, dass der polnische Markt das Potenzial hat, bis 2019 auf 3 % jährlich zu wachsen und so eine Marktnachfrage von 3 Mio. jato zu schaffen.

mg

Share this post

Back to Beiträge