Kunststoffaufbereitung pusht Doppelschneckenextruder

Die ZSK-Doppelschneckenextruder von Coperion eignen sich aufgrund ihrer hohen Dispergier- und Entgasungsleistung ausgezeichnet für die Kunststoffaufbereitung, zum Beispiel für den Newcycling-Prozess von APK. Foto: Coperion

AMI-Studie: Die Aufbereitung und das Recycling von Post-Consumer-Kunststoffabfällen ist die am schnellsten wachsende Anwendung für Doppelschneckenextruder.

Der im Januar 2021 veröffentlichte Bericht der Industrieberatung AMI Consulting befasst sich mit dem Markt für Doppelschneckenextruder, wie sie üblicherweise für die Aufbereitung von technischen Kunststoffen, Styrolen, Polypropylen, TPEs und Masterbatches verwendet werden.

Doppelschneckenextruder produzierten pro Stunde bis zu 10 t Kunststoff

Diese Maschinen erreichen einen Ausstoß von etwa 100 kg/h bis zu 10 t/h, wobei kleinere Maschinen für die Compoundierung einiger der leistungsstärksten Polymere verwendet werden und die größten Maschinen dort zum Einsatz kommen, wo Compoundeure Chargen von 200 bis 500 t auf einmal herstellen wollen.

Obwohl die größten Maschinen oft für Compounds mit geringerer Gewinnspanne eingesetzt werden, rechnet sich durch die riesigen Mengen oft die Investition in die höchsten Standards der technischen Leistung und Automatisierung, so AMI.

Zu den bekanntesten Herstellern dieser Maschinen gehören Coperion, JSW, Krauss Maffei und Leistritz, aber es gibt noch viele weitere. Ein wichtiger Erfolgsfaktor für viele ist die starke lokale Nachfrage. Wie AMI berichtet, war in den letzten Jahren die stärkste Nachfrage in China zu verzeichnen, wo es inzwischen eine große Anzahl von Herstellern von Doppelschneckenextrudern gibt, von denen einige begonnen haben, international zu exportieren.

Verdoppelung der Nachfrage aus der Kunststoffaufbereitung bis 2024

Stückzahlmäßig ist China der größte Markt für Doppelschneckenextruder für das Recycling, gemessen am Wert der verkauften Maschinen liegt allerdings Europa vorn. Foto: AMI

Die am schnellsten wachsende Anwendung ist das Recycling. AMI geht davon aus, dass sich in diesem Bereich die Nachfrage zwischen 2020 und 2024 mehr als verdoppeln soll. In diesem Segment wurden im Jahr 2020 mehr als 50 % der weltweit verkauften Maschinen nach China verkauft, was die Möglichkeit innerhalb Chinas widerspiegelt, geringwertige Abfälle zu recyceln. Gemessen am Wert der verkauften Maschinen ist Europa jedoch der größte Markt, was AMI auf die Vorliebe der Investoren für den Kauf von Maschinen mit höherer Leistung zurückführt.

Durch die Corona-Pandemie hat sich zwar der Markt im Jahr 2020 abgeschwächt. AMI rechnet aber mit einer schnellen Erholung, da neue Märkte entstehen, geografische Verschiebungen für mehr Nachfrage sorgen und die Compoundeure gezwungen sind, in leistungsfähigere Maschinen zu investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

gk

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