Kunststoff-Wellgetriebe für Low-Cost-Roboter

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Langlebige Roboterachsen? Igus hat da was zur Hannover Messe: Neue Wellgetriebe auf Basis seiner Tribo-Polymer-Technologie.  

Wellgetriebe auf Basis der Tribo-Polymer-Technologie: die neue Generation seiner Robolink-Antriebselemente zeigt Igus auf der Hannover Messe.

Roboter sind ständig in Bewegung. Das führt folglich zu Verschleißerscheinungen bei den Antriebselementen. Mit seiner Tribo-Polymer-Technologie setzt Igus an dieser Problemzone an. Gerade bei Getrieben spielen die Tribo-Polymere ihre Stärken aus. Durch den Einsatz von Iglidur Hochleistungskunststoffen müssen Wellgetriebe von Igus nicht zusätzlich geschmiert werden – im Gegensatz zu ihren metallischen Gegenstücken. Reibung und Verschleiß werden durch die trockenlaufenden Tribo-Polymere optimiert. Bei der neuesten Ausführung der Wellgetriebe wurde auch die Laufruhe, das Umkehrspiel und die Lebensdauer durch konstruktive Optimierungen und die Werkstoffauswahl weiter verbessert.

Auf der Hannover Messe zu sehen: Die neuen Wellgetriebe von Igus sind durch die schmierfreie Hochleistungskunststoffe leicht, wartungsarm und langlebig. Foto: Igus GmbH

Hohe Verschleißfestigkeit durch schmierfreie Hochleistungskunststoffe

Die Getriebe bestehen aus einem Wellgenerator und einem Flexring mit Außenverzahnung sowie einen gehäusefesten Außenring und ein drehbares Abtriebselement mit Innenverzahnung. Indem schmierfreie Igus Hochleistungskunststoffe zum Einsatz kommen wird eine sehr hohe Verschleißfestigkeit erreicht. Der Wellgenerator ist elliptisch und wird auf den umliegenden Flexring übertragen. Dabei greift die Verzahnung des Flexrings an zwei Stellen in die Innenverzahnung von Außenring und Abtriebselement.

Da der Außenring zwei Zähne mehr besitzt als die anderen Bauteile, wird der Flexring bei der Rotation des Wellgenerators pro Umdrehung nur um zwei Zähne weiterbewegt. Das Wellgetriebe kann in der letzten Achse von Gelenkarm-, Portal- und Delta-Robotern vor verschiedenen Greifersystemen eingesetzt werden. An dieser Stelle übernimmt es die Aufgabe, nicht-rotationssymmetrische Objekte zu greifen und genau zu positionieren. Die aktuelle Entwicklung beruht auf der Baugröße Nema 17 für die direkte Anbindung an einen Schrittmotor und ist problemlos auf andere Motortypen adaptierbar.

Der Hersteller die neuen Wellgetriebe im Testlabor auf ihre Belastbarkeit hin geprüft. Mit einer Übersetzung von 28:1 weist das Getriebe dabei eine Lebensdauer von 1 Mio. Zyklen bei einer Belastung von 1,5 Nm und einer Drehzahl von 6 rpm auf. Der Hersteller plant zudem die Übertragung der Entwicklungsschritte auf die Baugröße Nema 23.

Wellgetriebe als Teil des Low-Cost Automation Angebots

Die Wellgetriebe sind wie auch die igus Schnecken- und Planetengetriebe Bestandteil des Low-Cost Automation Angebots von Igus. Damit lassen sich kostengünstige und langlebige Automatisierungslösungen für den Mittelstand entwickeln.

Für eine einfache Zusammenstellung von Komponenten wie Greifer, Steuerung oder Pneumatik zu einer Robotiklösung hat Igus im letzten Jahr gemeinsam mit Partnern die Plattform RBTX gestartet. Sie bringt Anwender und Anbieter von Low-Cost-Robotik-Komponenten einfach und schnell zusammen. Dadurch ist es möglich eine Low-Cost-Robotik-Lösung zusammenstellen, die den jeweiligen Anforderungen und dem Budget entspricht.

db

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