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Kuka erreicht angepasste Zielvorgaben

Kuka legt die Zahlen zum Geschäftsjahr 2018 vor. Nach einer Konjunkturabkühlung Ende des Jahres konnten dennoch die vorgegebenen Ziele eingehalten werden.

Der Augsburger Roboterspezialist passte nach einer Konjunkturabkühlung im vierten Quartal des vergangen Jahres seine Prognose für das abgelaufene Geschäftsjahr an und leitete ein Sofort-Maßnahmenpaket ein.

„Wir arbeiten hart an unserer Effizienz, halten eine strikte Kostendisziplin ein und werden uns stärker auf die konkreten Bedürfnisse unserer Kunden in ihren regionalen Märkten fokussieren“, erklärt Peter Mohnen, Vorstandsvorsitzender der Kuka AG. „Dazu werden wir den eingeleiteten Maßnahmenplan konsequent umsetzen.“

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete der Kuka Konzern einen Auftragseingang von gut 3,3 Mrd. EUR und lag damit 8,5 % unter dem Vorjahreswert. Die allgemeine Konjunkturabkühlung wirkte sich insbesondere auf die Fokusmärkte des Unternehmens, der Automobil- und der Elektroindustrie aus. Ein Großteil der Auftragseingänge wurde dabei in Europa generiert.

Für 2019 Besserung in Sicht

Bei den Umsatzerlösen lag der Konzern im Jahr 2018 bei einen Wert von 3,2 Mrd. EUR. Im Vorjahr waren es 3,4 Mrd. – ein Rückgang um 6,8 %. Im Bereich der Automobil- und der Elektronikindustrie erwirtschafteten die Augsburger mehr als die Hälfte des Umsatzes. Ein weiterer Grund: das Wachstum in China, einer der wichtigsten Wachstumsmärkte für den Konzern, verlangsamte sich.

Der Auftragsbestand des Kuka Konzerns erreichte zum Jahresende 2018 einen Wert in Höhe von 2,05 Mrd. EUR. Das entspricht einem leichten Rückgang um 4,7 % gegenüber dem Vorjahreswert mit 2.15 Mrd. EUR. Kuka erwartet für das Jahr 2019 deshalb auch eine insgesamt gute Gesamtauslastung.

Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ergibt sich ein Gesamtwert von 96,4 Mio. EUR gegenüber 148,3 Mio. aus dem Jahr 2017. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 3,0 %. Unter Berücksichtigung aller Aufwendungen im Geschäftsjahr 2018 belief sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Konzern auf 34,3 Mio. EUR. Die EBIT-Marge lag entsprechend bei 1,1 % ­- 2017 waren es 3,0 %. Den Rückgang führt Kuka dabei auf Projektverschlechterungen und Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität zurück. Die Mitarbeiterzahl innerhalb des Konzern lag mit 14.235 Mitarbeitern dabei auf Vorjahresniveau.

Maßnahmenpaket läuft

Bereits im Januar letzten Jahres verabschiedete Kuka ein Maßnahmenpaket aufgrund der sich veränderten Rahmenbedingungen. Dazu wurde ein Effizienzprogramm aufgesetzt mit dem Ziel 300 Mio. EUR bis zum Jahr 2021 einzusparen. Mit den Einsparungen ist aber auch ein Stellenabbau am Hauptsitz in Augsburg vorgesehen. Den Angaben zufolge plant Kuka im laufenden Jahr insgesamt 350 Vollzeitstellen zu streichen. Dabei konzentriert sich der Abbau vorwiegend auf sogenannte indirekte Bereiche und sollen nach Möglichkeit sozialverträglich erfolgen.

„Wir sind uns bewusst, dass dies kein einfacher Weg wird“, betont der Vorstandsvorsitzende Peter Mohnen. Deswegen treffen wir die Entscheidungen mit großer Sorgfalt und im Dialog mit den Arbeitnehmervertretern. Wir sind uns der Verantwortung bewusst und uns geht es um Kukas Zukunft.“

Unter den gegenwärtigen Konjunkturprognosen und Rahmenbedingungen sowie unter Abwägung der aktuellen Risiko- und Chancenpotenziale rechnet Kuka im Geschäftsjahr 2019 mit einer leicht steigenden Nachfrage. Wachstum wird vor allem aus Asien und hier insbesondere aus China erwartet. Der Markt in Europa und den USA sollen sich den Prognosen zufolge leicht positiv entwickeln. Auf Branchenebene erwartet Kuka für die Absatzmärkte der General Industry eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr.

Es wird erwartet, dass sich die Nachfrage in der Automobilindustrie stabil entwickelt. Unsicherheiten ergeben sich demnach vor allem aufgrund der aktuellen politischen und weltwirtschaftlichen Entwicklung. Davon betroffen sind auch die weltweit größten Robotik- Absatzmärkte wie die Automobilindustrie und Elektronikindustrie. Für das Gesamtjahr 2019 erwartet Kuka einen leicht steigenden Umsatz mit rund 3,3 Mrd. EUR. Bei der EBIT-Marge wird mit einem Wert von rund 3,5 % gerechnet.

db