Zum Inhalt springen

Kreative Fassaden mit Polycarbonat

Fassaden aus Polycarbonat überzeugen durch ihre Beständigkeit – auch gegen extreme Bedingungen wie etwa Sonneneinstrahlung und Hagelschlag. Foto: Rodeca

Architekten greifen bei Fassaden zunehmend auf transluzente Lichtbauelemente aus Polycarbonat zurück – auch, da sie die 200 Mal schlagzäher sind als Glas.

Eine Fassade oder ein Dach aus Polycarbonat ist zudem besonders energieeffizient und kann gleichzeitig effektiv vor Wärme und Kälte schützen. So verfügen die Lichtbauelemente von Rodeca – je nach Ausführung – über einen Wärmedurchgangskoeffizienten von bis zu 0,9 W pro Quadratmeter und Kelvin. Insbesondere der mehrschalige Aufbau der Paneele gewährleistet eine optimierte Wärmeisolierung. Die Lichtbauelemente eignen sich vor diesem Hintergrund sowohl für die energetische Sanierung im Bestand als auch für den wärmedämmenden Einsatz im Neubau. Die mehrschaligen Hohlkammerscheiben und Paneele halten selbst extremen Bedingungen sowie Temperaturen von -40 bis +115 °C stand.

Polycarbonat schützt damit effizient vor Hitze und Kälte, Lärm und Schmutz, als auch vor Wind und Regen. Neben den energieeffizienten Eigenschaften ist PC als monolithischer Werkstoff besonders nachhaltig, da er recycelt werden kann. Denn im Gegensatz zu den mittlerweile weit verbreiteten Composit-Paneelen, bei denen mehrere verschiedene Werkstoffe in einer Sandwichstruktur miteinander verbunden werden, bestehen die Polycarbonat-Paneele nur aus einem Material.

Polycarbonat schlagzäher als PMMA

Polycarbonat in der Rohform ist farblos. Mit farbigen Pigmenten kann der Kunststoff in vielen Farben eingefärbt werden. Foto: Rodeca

Am ehesten vergleichbar ist Polycarbonat mit Acryl beziehungsweise Polymethylmethacrylat (PMMA). Beide sind Kunststoffe mit einer großen Bandbreite an Anwendungsmöglichkeiten. Sie sehen sich optisch sehr ähnlich, lassen sich auf die gleiche Weise verarbeiten und werden als Plattenmaterial und Hohlkammerprofile im Baubereich eingesetzt. PC ist leichter zu bearbeiten, da die Bruchwahrscheinlichkeit um einiges geringer ist als bei Acryl.

Darüber hinaus weist Acrylglas eine geringere Stoßfestigkeit und Schlagzähigkeit auf im Vergleich zu PC. Daher sollten Acrylglas-Stegplatten nicht in Gebieten mit hoher Unwetterwahrscheinlichkeit zum Einsatz kommen. Im Vergleich zu Glas ist Polycarbonat deutlich widerstandsfähiger und schlagzäher. Mit 89 % Lichtdurchlässigkeit bei gleichzeitig hoher Festigkeit bietet der Werkstoff einen passablen und vergleichsweise kosteneffizienteren Glasersatz – beispielsweise bei großflächigen, transparenten Abdeckungen.

Fenster sind in Polycarbonat-Fassaden integrierbar

Dazu kommt, dass der Thermoplast – insbesondere im Vergleich zu Glas – über ein geringes Eigengewicht verfügt und problemlos verarbeitet werden kann. Dies erleichtert die Montage. Dank der individuell bestimmbaren Spannweite der Lichtbauelemente sind signifikante Einsparungen bei der Trägerkonstruktion möglich. Es sind verschiedene Breiten, Dicken und Höhen der Paneele erhältlich. Auf Wunsch können Fenster- und Kipp-Elemente in die Polycarbonat-Fassade von Rodeca integriert werden. So kann das Gebäude unkompliziert gelüftet werden und Brandschutz- und Rauchabzugsanforderungen werden erfüllt.

Werkstoff mit Tageslichtgarantie

Durch die große Anzahl an Design-Varianten können Fassaden von Industriehallen – hier ein Flugzeughangar – individuell gestaltet und an das Corporate Design angepasst werden. Foto: Rodeca

Architekten und Planer schätzen die zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten, die Polycarbonat bietet. Das Material an sich ist transparent und farblos. Durchscheinende Gebäudehüllen überzeugen durch ihren natürlichen Lichteinfall in das Bauwerk. Die Standardausführungen Opal und Kristall unterscheiden sich in ihren Transmissionswerten. Neben diesen verfügt das Rodeca Sortiment außerdem über mehrere Design-Serien. Dabei wird das Polycarbonat unterschiedlich eingefärbt. Rodeca mit Sitz in Mühlheim an der Ruhr bietet hier eine umfangreiche Farbpalette sowie matte Farben und Pastelltöne an. Spezielle Heatbloc-Pigmente reflektieren die Infrarot-Strahlung und bieten einen optimalen Schutz vor Hitze. Auch bei den kolorierten Varianten bleibt das Polycarbonat lichtdurchlässig.

Je nach individuellen Objektanforderungen kann die Fassade auch blickdicht von außen gestaltet sein und gleichzeitig Tageslicht in das Gebäudeinnere lassen. Ein positiver Nebeneffekt bei manchen Einfärbungen ist ein angenehmer Sichtschutz von außen sowie ein Sonnenschutz. Die modernen Paneele können für die gesamte Fassade oder für einzelne, besondere farbliche Akzente eingesetzt werden. So wird jedem Gebäude durch eine gezielte Verwendung der farbigen Bauelemente eine individuelle Ästhetik und ein unverwechselbarer Charakter verliehen.

Transluzente Paneele auch bei architektonisch anspruchsvollen Kulturbauten

Der mehrschalige Aufbau begünstigt eine optimale Wärmedämmung – so schützen die Polycarbonat-Wände gleichzeitig effektiv vor Wärme und Kälte. Foto: Rodeca

Durch den Tageslichteinfall eignen sie sich besonders für Industrie- und Gewerbehallen. In kommunalen Einrichtungen wie Schulen, Kitas und Sportstätten kommen die Fassaden- und Dachsysteme ebenfalls zum Einsatz. Auch bei prämierten Projekten und internationalen, architektonisch anspruchsvollen Kulturbauten wurden bereits transluzente Paneele von Rodeca verbaut. Im Innenbereich finden die Hohlkammerplatten vor allem Anwendung als Raumteiler. Bei der Garten- und Landschaftsgestaltung eignen sie sich für Eingangsbereiche sowie Terrassen.

sk

Schlagwörter: