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Krauss Maffei zieht nach Parsdorf um

Kurzarbeit gibt es derzeit im Werk von Krauss Maffei in München aufgrund der Corona-Krise. Foto: Krauss Maffei

Krauss Maffei wird Hauptwerk und Firmenzentrale von München-Allach nach Parsdorf/Vaterstetten im Osten von München verlegen.

Bereits im Dezember hatten Münchner Tageszeitungen berichtet, dass Vaterstetten der neue Standort des Kunststoffmaschinenbauers sein wird. Das Unternehmen selbst hat dies nun bestätigt.

Der Umzug soll Mitte 2022 beginnen und im Jahr 2027 abgeschlossen sein. Ein entsprechender Vertrag wurde mit der Firma VGP, einem europäischen Entwickler von Industrieimmobilien unterschrieben. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 25 Jahren, enthält Verlängerungsoptionen und unterliegt einem sogenannten Gremienvorbehalt. Die Geschäftsführung wird dem Aufsichtsrat und den Arbeitnehmervertretern in den kommenden Monaten die Umzugspläne zur Zustimmung vorlegen.

Dr. Frank Stieler, CEO von Krauss Maffei: "Für das nächste Kapitel unserer Geschichte brauchen wir einen zukunftsfähigen, modernen Standort. Wir freuen uns, diesen in Parsdorf gefunden zu haben.“ Foto: Krauss Maffei

„Nach einem knappen Jahrhundert erfolgreicher Arbeit am Standort Allach stoßen wir hier inzwischen deutlich spürbar an unsere Grenzen. Für das nächste Kapitel unserer Geschichte brauchen wir einen zukunftsfähigen, modernen Standort. Wir freuen uns, diesen in Parsdorf gefunden zu haben“, sagt Dr. Frank Stieler, CEO von Krauss Maffei. Das Areal in Parsdorf/Vaterstetten umfasst eine Fläche von 250.000 m2 und bietet Platz für rund 2.500 Arbeitsplätze. Auf dem Gelände sollen unter anderem vier neue Werkshallen, ein Technikum, zwei Verwaltungsgebäude sowie zwei moderne Parkhäuser mit Elektrotankstellen entstehen.

Jahrhundertchance für das Unternehmen

„Der Standort Parsdorf eröffnet eine Jahrhundertchance für Krauss Maffei. Wir müssen diese Chance jetzt ergreifen, um langfristig wettbewerbsfähig und auf den globalen Märkten führend zu bleiben. Wir schaffen uns mehr Raum, um unser Wachstum zu beschleunigen, bestehende Arbeitsplätze zu sichern und neue aufzubauen“, sagt Stieler. Am heutigen Standort in München-Allach sind derzeit rund 1.800 Mitarbeiter beschäftigt, adäquate Flächen für eine Erweiterung dort sind nicht vorhanden.

„Mit dem traditionsreichen Maschinenbauer wird ein globales Unternehmen mit großer Innnovationskraft und einer überzeugenden Wachstumsstrategie einziehen und ein neues Kapitel in seiner über 180jährigen Geschichte aufschlagen. Das entspricht auch unserer Firmenphilosophie, die auf langfristigem, nachhaltigem Engagement basiert. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Krauss Maffei“, sagt Jan van Geet, CEO von VGP.

Vaterstettens Erster Bürgermeister Georg Reitsberger begrüßt die Ansiedlung des Münchner Technologie-Unternehmens in seiner Gemeinde: „Krauss Maffei war immer unser Wunschkandidat für die Entwicklung dieses Gewerbegebietes. Das ist ein wichtiger Schritt für unsere Gemeinde, aber auch für die ganze Region, für den wir schon viele Vorleistungen erbracht haben. Einige Dinge liegen noch vor uns, damit Krauss Maffei sich ansiedeln kann.“

Umzug unterstützt die Wachstumsstrategie

Die Verlagerung und Modernisierung des größten Standorts und die damit einhergehende Erweiterung der Kapazitäten ist Teil der Wachstumsstrategie von Krauss Maffei. Diese sieht vor, in den kommenden Jahren neue Marktsegmente für neue Maschinenbaureihen zu erschließen sowie verstärkt digitale Produkte und Dienstleistungen anzubieten.

Bei den neuen Werken setzt Krauss Maffei auf das Konzept einer „Smart Factory“, um mittels Digitalisierung und modernster Logistik seine Produktivität deutlich zu steigern. Mit der Modernisierung wird das Unternehmen dem steigenden Bedarf an Premium-Produkten und neuen Lösungen für lokale Märkte noch schneller nachkommen können.

Der Umzug von Krauss Maffei von Allach nach Parsdorf wäre im Jahr 2022 eines der größten Umzugsprojekte im Großraum München seit der Verlegung des Flughafens von Riem nach Erding im Jahr 1992.

sk