Krauss Maffei will mit Services weiter wachsen

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Wie die Krauss Maffei Gruppe auf der Fakuma mitteilte, setzt das Unternehmens massiv auf den Ausbau digitaler Dienstleistungen.

Positive Geschäftszahlen für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres verkündete Krauss Maffei auf der Fakuma: Die Auftragseingänge lagen bei 1,05 Mrd. EUR. Das entspricht einem Zuwachs von 2,5 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Die Umsätze stiegen in diesem Zeitraum um 1,6 % auf 973 Mio. EUR.

„Doch das Wachstum verlangsamt sich“, sagte Dr. Frank Stieler, CEO der Krauss Maffei Gruppe, auf der Pressekonferenz seines Unternehmens am Mittwoch. „Der Markt in China ist nach wie vor sehr stark, aber ansonsten registrieren wir eher eine Zurückhaltung der Kunden.“ Die Zahl der Mitarbeiter liegt aktuell weltweit bei knapp knapp 5500; dies sind 170 mehr als Ende 2017.

Stieler geht indes davon aus, dass sich das Unternehmenswachstum weiter fortsetzen wird. Die Weichen dafür legt Krauss Maffei zum einem mit seiner neuen Zwei-Säulen-Strategie Compass, die neben dem klassischen Kunststoffmaschinenbau den verstärkten und beschleunigten Ausbau digitaler Dienstleistungen und Produkte sowie neuer Geschäftsmodelle vorsieht. Dazu wurde im Juli die neue Geschäftseinheit Digital Service Solutions gegründet, die künftig einen substantiellen Anteil zum Konzernumsatz beisteuern soll.

Außerdem will das Unternehmen verstärkt in seine Produktionsstandorte in München und Hannover investieren. Für München wird sogar ein neuer Standort gesucht, wie Stieler schon im Sommer verkündete. „Wir sind nun dabei, eine Option dafür genauer zu prüfen. Doch die Entscheidung hängt nicht zuletzt vom erfolgreichen Börsengang in Shanghai ab“, betonte Stieler auf Nachfrage von Fakuma Express. Der Börsengang soll die Kassen für die Investitionen füllen.

Der Börsengang läuft nach Plan

Der Listing-Prozess an der Börse Shanghai läuft nach seinen Aussagen nach Plan. Die geplante Notierung an der Börse in Shanghai soll noch in diesem Jahr genehmigt werden. Derzeit prüfen die chinesischen Behörden den Antrag des Krauss-Maffei-Mutterkonzerns China National Chemical Corporation. Stieler: „Wir rechnen damit, dass die chinesische Börsenaufsicht in den kommenden Wochen grünes Licht gibt.“

Trotz des neuen Standbeins Digital Service Solutions ließ Stieler keinen Zweifel daran, dass „auch künftig die Basis für unseren Erfolg darin liegt, die besten Maschinen zu bauen – auch wenn wir durchaus wahrnehmen, dass am Markt Platz ist für Standardmaschinen mit niedrigeren Qualitätsansprüchen. Doch das ist nicht unser Weg. Wir werden weiter qualitativ hochwertige Maschinen anbieten – und diese mit Services anreichern; seien sie digital oder mechanisch.“

Maschinen ab Lager sofort lieferbar

„Gleichzeitig wollen wir den Markt für kurzfristig gewünschte Spritzgießmaschinen nicht anderen überlassen“, stellte Stieler klar. Daher hat Krauss Maffei in Europa ein neues Lagermaschinenprogramm, genannt Speed-to-Market-Programm geschnürt: Es umfasst Standard-Spritzgießmaschinen der CX-, GX- und PX-Baureihe, die ab sofort ab Werk geliefert werden können.

Rund 30 verschiedene Maschinen in Schließkraftgrößen zwischen 500 und 6.500 kN stehen darin zur Verfügung. „Ein passender Roboter mit bis 10 kg Traglast kann im Zeitraum von sechs bis acht Wochen dazu geliefert werden“, sagte Dr. Hans Ulrich Golz, President des Bereichs Spritzgießmaschinen bei Krauss Maffei. „Und sollte eine gewünschte Maschine nicht sofort lieferbar sein, halten wir Produktionskapazitäten vor, um sie innerhalb von zehn bis zwölf Wochen liefern zu können. Dies ist ein Zeitraum, der von unseren Kunden gerne akzeptiert wird, wie wir aus Gesprächen wissen.“

sk

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