Krauss Maffei hat Börsengang in China vollzogen

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Die Krauss Maffei Group ist Ende Dezember 2018 in Shanghai an die Börse gegangen.

Der Börsengang erfolgte durch Übertragung der Anteile an Krauss Maffei auf die Chemchina-Mehrheitsbeteiligung THY (Qingdao Tianhua Institute of Chemistry Engineering), die an der Börse notiert ist.

Zusätzlich übernimmt THY (so auch das Börsenkürzel) das Werk von Chemchina in Sanming/China. Dort werden künftig neue Baureihen von Spritzgießmaschinen für den chinesischen Markt gefertigt. Dr. Frank Stieler und Dr. Harald Nippel, CEO und CFO von Krauss Maffei, werden den neuen integrierten Maschinenbaukonzern leiten. Dieser wird künftig unter dem Namen Krauss Maffei im Markt auftreten. Krauss Maffei erwirtschaftet mehr als 80 Prozent des Umsatzes der Gesellschaft. Diese wird nach heutigem Stand einen Umsatz von rund 1,5 Mrd. EUR haben.

„Wir freuen uns sehr. Hier entsteht etwas Großes. Wir haben nun die Möglichkeit, unser Wachstum noch schneller und besser voranzutreiben. Das Listing erschließt uns den Zugang zum chinesischen Kapitalmarkt. Dieser Schritt wird uns sowohl in China als auch weltweit erheblich stärken“, so Stieler. „Mit dem zusätzlichen Werk in Sanming können wir unsere Präsenz in China weiter ausbauen. Unser internationales Geschäft werden wir wie bisher aus Deutschland betreiben und weiterentwickeln.“

Durch den Zugang zum chinesischen Kapitalmarkt will das Unternehmen sein Wachstum weiter beschleunigen. Der Zugang zu neuen finanziellen Mitteln soll auf die Strategie „Compass“ einzahlen. Mit „Compass“ setzt der Maschinenbauer auf die Erweiterung seiner Geschäftsmodelle, insbesondere im Bereich der digitalen Dienstleistungen. Dazu hat das Unternehmen bereits im Juli 2018 die neue Geschäftseinheit Digital Service Solutions gegründet.

„Wir erweitern unser Produktportfolio um neue Baureihen für die Volumenmärkte und bauen unsere Services und digitalen Dienstleistungsprodukte aus. Lokale Geschäftsmodelle, insbesondere in China, treiben wir zügig voran“, erklärt Stieler.

In China will Krauss Maffei seine Präsenz deutlich ausbauen. Hier übernimmt das Unternehmen ab sofort die operative Verantwortung des eingebrachten Werks in Sanming. Dort sollen künftig neu entwickelte Krauss Maffei Baureihen von Spritzgießmaschinen für den lokalen chinesischen Markt montiert werden. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach derartigen Baureihen mit hohem Qualitätsstandard rechnet Krauss Maffei für die kommenden Jahre in China mit einem jährlichen Umsatzwachstum von über 20 % (CAGR).

Das bisherige Geschäft von THY wird fortgeführt. THY ist ein führendes Designinstitut und Spezialmaschinenbauer für Komponenten des Chemieanlagenbaus.

Arbeitnehmervertreter und IG Metall begrüßen den Schritt

Das Geschäft von Krauss Maffei wird auch zukünftig vom Firmensitz in München geführt. Sowohl die deutsche Mitbestimmung, die Rechtsform der Krauss Maffei Group GmbH als auch sämtliche Mitarbeiter- sowie Gewerkschaftsvereinbarungen bleiben bestehen. Auch die Rechte an den Technologien bleiben in Deutschland gebündelt.

Die Arbeitnehmervertreter und die IG Metall sehen den Schritt an den Kapitalmarkt für Krauss Maffei positiv. „Wir sind von den Wachstumschancen, die sich durch den Zugang zum chinesischen Kapitalmarkt ergeben, überzeugt. Die Einbringung ist eine positive Weiterentwicklung für Krauss Maffei und bietet Chancen, weiterhin Arbeitsplätze auch in Deutschland zu sichern und aufzubauen“, sagt Susanne Meyer, stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats von Krauss Maffei.

Auch die IG Metall steht der Entwicklung positiv gegenüber. „Chemchina bleibt ein verlässlicher Partner für Krauss Maffei und hält wie versprochen an seinen Plänen für Krauss Maffei fest. Wir sind von den Chancen der Einbringung an der Börse Shanghai überzeugt“, sagt Horst Lischka, als Unternehmensbeauftragter der IG Metall zuständig für München und Mitglied des Präsidiums des Aufsichtsrats von Krauss Maffei.

Chemchina bleibt Mehrheitsaktionär bei THY

Krauss Maffei ist seit April 2016 mehrheitlich im Besitz von Chemchina. Dieser hält auch weiterhin die Mehrheit der Anteile an Krauss Maffei über die THY und wird auch das künftige Wachstum des Unternehmens unterstützen. Für die Anteile von Chemchina an THY besteht eine Haltefrist von drei Jahren.

sk

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