KPA-Messe mit 30 Prozent mehr Ausstellern

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Über 130 Aussteller werden ihre Exponate und Dienstleistungen auf der KPA 2020 in Ulm vorstellen, die vom 10. bis 11. März 2020 stattfindet.

Mit einer Steigerung von mehr als 30 % an Ausstellern gegenüber dem Vorjahr ist die KPA-Messe als branchenübergreifende B2B-Design- und Beschaffungsplattform für Kunststoffprodukte in Deutschland ausgebucht. Aus Besuchersicht ist das eine gute Voraussetzung für einen informativen und lohnenswerten Messetag. Das gilt umso mehr, da die Messe die ganze Bandbreite der Branche abbildet – von den Rohstoffen über den Werkzeugbau und die gängigsten Verarbeitungstechnologien wie Spritzgießen und Thermoformen bis zur Oberflächenbehandlung. Auch die Anwenderbranchen sind wieder vollzählig vertreten – von der Automobilindustrie über Elektrotechnik/ Elektronik und Luftfahrttechnik, Maschinenbau und Medizintechnik bis zur Konsumgüterindustrie.

Große kunststoffverarbeitende Unternehmen auf der KPA

Zu den zahlreichen Neuausstellern der diesjährigen KPA gehören auch große kunststoffverarbeitende Unternehmen mit entsprechender Marktbedeutung wie zum Beispiel die Warema Kunststofftechnik und Maschinenbau GmbH. Sie ist mit 370 Mitarbeitern an zwei Standorten (Marktheidenfeld und Gyál / Ungarn) präsent und fertigt anspruchsvolle Spritzgusskomponenten für die Automobilindustrie, die allgemeine Industrie und die Medizintechnik. Hartmut Väth, BU-Leiter Industrie des Unternehmens: „Zu unseren Kernkompetenzen gehört die Herstellung von Komponenten mit Premium-Oberflächen. Beispiele sind Bedienelemente für das Kfz-Cockpit mit bedruckten Chromeffektlacken und die Produktion von hochwertigen großformatigen Spritzgussteilen auf Maschinen mit bis zu 15.000 KN Schließkraft.“

Positive Grundstimmung

Ein weiterer Neuaussteller aus den Kernbereichen der KPA – Spritzguss, Thermoformen und Werkzeugbau – ist die Gubesch Group. Als forschungsstarkes Unternehmen mit rund 500 Mitarbeitern beteiligt sie sich an Projekten z.B. zur Nutzung von High-Performance- Werkstoffen beim Bau von Elektromotoren und an einem neuen Verfahren zum klebstofffreien Fügen von Kunststoffen und Metallen.

Die Aussteller kommen mit positiver Grundstimmung zur Messe, obwohl einige ihrer Kundenzielbranchen wie z.B. die Automobilindustrie und der Maschinenbau ihre Wachstumsziele zurückschrauben mussten. Jürgen Weiss, geschäftsführender Gesellschafter der Weiss Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG: „Wir stellen fest, dass viele Unternehmen gerade jetzt – wo die industrielle Produktion nach mehreren Jahren starken Wachstums nicht mehr zu über 100 Prozent ausgelastet ist – Neukonstruktionen und Produktoptimierungen anstoßen. Dabei können und möchten wir unsere Expertise einbringen. Deshalb kommt die KPA für uns zum richtigen Zeitpunkt.“

Die Besucher der KPA werden auch feststellen, dass die Unternehmen der Kunststoffbranche ihren Kunden immer umfassendere Dienstleistungen anbieten. Ein Pionier bei diesem Trend ist die Deckerform Gruppe. Sie hat schon 2007 als eigenes Unternehmen eine Ideenschmiede gegründet, deren „Plastics Architects“ die Anwender von Kunststoffbauteilen über den gesamten Produktentstehungsprozess unterstützen.   

Spannendes Rahmenprogramm

Neben den Präsentationen der Aussteller auf der Fläche wird es ein spannendes Rahmenprogramm geben, das von namhaften Branchenverbänden wie dem Kunststoff-Institut Südwest und SKZ – das Kunststoff-Zentrum organisiert wird.

Der erste Thementag steht unter dem Motto „Neue Materialien, Verfahren und Oberflächen für die Kunststoffverarbeitung“. Das Kunststoff-Institut Südwest (KISW) hat ein vielseitiges Programm zusammengestellt und namhafte Referenten gewonnen. Den Auftakt macht Marius Fedler vom KISW mit der Keynote „Spritzgießen 2025 – was auf den Verarbeiter und Formenbauer zukommt“. Es folgen Vorträge u.a. zur Herstellung dekorativer und hochwertiger Oberflächen durch one shot units (Grässlin) und zur additiven Fertigung sowohl von Formeinsätzen (Hermle Maschinenbau) als auch von Kunststoffkomponenten (Murtfeldt). Am zweiten Tag veranstaltet das SKZ aus Würzburg den Thementag „Zukunftstrends in der Kreislaufwirtschaft.“

Neue Sicht auf Spritzguss und Thermoformen

Zwei besonders attraktive Themen werden an beiden Tagen im Vortragsforum der Halle diskutiert. Dr. Gunther Hofmann, Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Friedrich-Schiller-Universität und Fachbuchautor gibt einen Überblick über „Medizin für Ingenieure – Ein Überblick für Entwickler und Techniker in der Medizintechnik“. Und der KI-Experte Dr. Martin Juhrisch, Symate GmbH, gibt einen Einblick in „KI-Systeme: Die neue Sicht auf Spritzguss- und Thermoforming-Prozessketten.“

Außerdem präsentieren die Reichle Technologiezentrum GmbH und der Werkzeugbauer Schenk & Schmid auf der KPA ein Brettspiel, das spielerisch Wissen rund um das Thema Kunststoff vermittelt. „Top Form – Das Rennen um die Zukunft“ wurde von Auszubildenden beider Unternehmen gemeinsam entwickelt. Die Messebesucher haben die Möglichkeit, dieses Brettspiel auf der KPA als Präsent zu erhalten.

sl

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