Werkstoffe 21.09.2017 0 Bewertung(en) Rating

Kooperation im Bereich des Kunststoffrecyclings

Interseroh hat eine neue Rezeptur ihres Recyclingkunststoffes Procyclen entwickelt. Dank der Verwendung spezieller Additive von Entwicklungspartner Exxon Mobil Chemical erhält das Recompound aus Post-Consumer-Abfällen eine deutlich erhöhte Schlagfestigkeit.

 - Der von Interseroh in Zusammenarbeit mit Exxon Mobil entwickelte Recyclingkunststoff Procyclen
Der von Interseroh in Zusammenarbeit mit Exxon Mobil entwickelte Recyclingkunststoff Procyclen
Alba Group

Die Schlagfestigkeit-Eigenschaften des Recompounds sollen sich insbesondere bei Raumtemperatur entfalten und zu einer noch stärkeren Belastbarkeit führen. Der Einsatz von Vistamaxx Performance Polymeren war bislang Neuware-Produkten aus Primärrohstoffen vorbehalten und erfolgt damit erstmalig im Bereich des Kunststoffrecyclings.

Dr. Manica Ulcnik-Krump, Leiterin der Business Unit Recycled-Resource bei Interseroh ist von den Eigenschaften des Kunststoffes sehr angetan: "Procyclen dieser neuesten Generation eignet sich insbesondere für Produkte im Logistikbereich, die einer starken wiederkehrenden Belastung ausgesetzt sind."  Ulcnik-Krump führt zudem die Anwendungsbereiche des Materials vor: "So setzen wir bereits als erste Anwendung Mehrwegkisten und -paletten aus mit Exxon-Additiven versetzem Procyclen in verschiedenen Bereichen des Supply-Chain-Managements ein und sind vom Ergebnis mehr als überzeugt. Durch die Entwicklung unseres innovativen Recyclingmaterials erreichen wir eine deutlich höhere Anwendungseffizienz und damit eine weitere Steigerung des Nachhaltigkeitsbeitrags im Umgang mit vorhandenen Ressourcen."

"Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit Interseroh nun auch im Bereich des Kunststoffrecyclings weiter voranschreiten und die Entwicklung hochwertiger Recyclingkunststoffe mit begleiten können", erläutert Christoph Warmeling, Sales Developer Central & Eastern Europe Area, Plastics & Resins EMEAF, EMCCE von Exxon Mobil Chemical Central Europe. "Vistamaxx Performance Polymere basieren auf Propylen und ermöglichen eine Modifizierung der Schlagfestigkeit wie auch der Fließfähigkeit und Elastizität des Materials in jedem vom Kunden gewünschten Maße."

Die neue Procyclen-Rezeptur entwickelte Interseroh in seinem Kompetenzzentrum für Recyclingkunststoffe im slowenischen Maribor, das der Umweltdienstleister vor fast genau einem Jahr eröffnete. In diesem Kompetenzzentrum bündelt das Unternehmen erstmalig seine gesamten Forschungs- und Entwicklungs-Aktivitäten im Bereich Kunststoffrecycling. So kann der zur ALBA Group gehörende Recyclingspezialist als Komplettanbieter alle Kundenanforderungen an die Herstellung moderner Recyclingkunststoffe selbst bedienen. Dies ermöglicht eine größere Flexibilität und Unabhängigkeit in der Produktherstellung. Für die Kunden sollen sich dadurch die Entwicklungs- und Lieferzeiten deutlich verkürzen.

Seine Recyclingkunststoffe stellt Interseroh im eigens entwickelten Verfahren "Recycled-Resource" her, das auf einem komplexen Upcycling-Prozess basiert. Auf die umfassende Hightech-Sortierung folgt das Recompounding, bestehend aus Extrusion, Restabilisierung, Wiederaufbau der molekularen Struktur sowie chemischer Modifizierung unter Zugabe von Additiven, um exakt die vom Kunden gewünschten Kunststoff-Eigenschaften zu erzielen. Am Ende entstehen hochwertige, maßgeschneiderte Kunststoff-Granulate wie das Rezyklat Recythen und der mehrfach ausgezeichnete Recyclingkunststoff Procyclen, deren Einsatz laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts Umsicht im Vergleich zu Neugranulat, die bei der Herstellung entstehenden Treibhausgase um 30 bis 50 % reduzieren soll.

db

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