Kooperation für Höchstleistungen im 3D-Druck

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Essentium und die Lehvoss-Gruppe kooperieren bei der Entwicklung von Hochleistungswerkstoffen für die Additive Fertigung im industriellen Maßstab.

Essentium, ein führender Anbieter von 3D-Drucktechnologie für die Additive Fertigung, gab Ende März 2020 die Kooperation mit der in Hamburg ansässigen und weltweit agierenden Lehvoss Gruppe bekannt. Lehvoss bezeichnet sich als führender Hersteller von chemischen und mineralischen Werkstoffen sowie thermoplastischer Hochleistungs-Compounds.

3D-Extrusionsdruckverfahren im Zentrum der Kooperation

Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen Hochleistungsmaterialien für die additive Fertigung im industriellen Maßstab entwickeln, die speziell für das 3D-Extrusionsdruckverfahren konzipiert sind. Diese Materialien sollen die Standards erfüllen, die für industrielle Anwendungen in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Automobil, Öl und Gas, Biomedizin und Elektronikfertigung erforderlich sind.

Ein wesentliches Hindernis für innovative Entwicklungen im Bereich der additiven Fertigung waren bisher die hohen Kosten der 3D-Druckmaterialien. Darüber hinaus waren nach Überzeugung der beiden Partner die Materialien, die für den 3D-Druck optimiert, dafür aber nicht entwickelt wurden, nicht leistungsfähig genug, um die additive Fertigung erfolgreich zu etablieren. Hersteller wollen aber Polymere, denen sie vertrauen und die zertifizierte Standards für ihre Anwendungen bieten.

Lösungen zur Additiven Fertigung für eine Vielzahl von Industrieanwendungen

Essentium und Lehvoss stellen sich dieser Herausforderung, indem sie die umfassende Erfahrung von Lehvoss im Bereich der thermoplastischen Hochleistungs-Compounds mit der Kompetenz von Essentium bei Polymer- und Verbundstoff-Materialien kombinieren. Dadurch werden Lösungen von höchster technischer Qualität möglich, die für eine Vielzahl von Industrieanwendungen abgestimmt und zertifiziert sind.

Nach zwei Jahren gemeinsamer Forschung und Entwicklung hat Essentium eine Reihe von PEEK- und Hochtemperatur-Nylon (HTN)-Materialien auf den Markt gebracht, bei denen Luvocom 3F-Compounds von Lehvoss verwendet werden. Die Materialien ermöglichen nach Erfahrung von Essentium eine leichte Druckbarkeit bei geringem Verzug und sind wärme- und Chemikalienbeständig.

Zudem verfügen sie über eine große mechanische Festigkeit, so dass hochwertige Endprodukte entstehen, die den hohen Anforderungen der industriellen Fertigung standhalten. Da die Materialien für die Essentium High Speed Extrusion 3D-Druckplattform zertifiziert sind, eignen sie sich für Anwendungen im Maschinenbau, der Medizintechnik sowie für hoch beanspruchte Teile im Motoren- und Antriebsstrang im Automobilbereich.

Kosten hochwertiger 3D-gedruckter Bauteile senken

Thomas Collet, Direktor 3D-Druckmaterialien & Marketing der Lehvoss Gruppe, zur Kooperation: „Die Partnerschaft mit Essentium ist ein Gewinn für unsere Industriekunden. Essentium ist führend in der Materialwissenschaft und gemeinsam werden wir ein breiteres Spektrum an 3D-Druckmaterialien schaffen. Diese werden dafür zertifiziert sein, um die hohen Leistungsstandards zu erfüllen, die unsere Kunden für ihre Endprodukte erwarten. Das wird nicht nur die Zeit bis zur Markteinführung neuer Produkte verkürzen und die Kosten für die Herstellung von Teilen höchster Qualität senken, sondern auch die Innovation für neue Anwendungen in der additiven Fertigung fördern.“

Starke Nachfrage nach PEEK- und HTN-Materialien

Auch Dr. Brandon Sweeney, Leiter Material-Forschung und -Entwicklung und Mitgründer von Essentium, sieht die Zusammenarbeit sehr positiv: „Es gibt zwar viele Unternehmen, die Materialien für den 3D-Druck optimieren, aber nur wenige können es mit dem Fertigungs-Know-how von Lehvoss und mit dem Ansatz zur Entwicklung von Compounds, speziell für extrusionsbasierte 3D-Druckprozesse, aufnehmen. Mit Lehvoss haben wir einen echten Partner, der unsere Leidenschaft für die Anwendung materialwissenschaftlicher Innovationen zur Beschleunigung der additiven Fertigung im industriellen Maßstab teilt. Wir sehen eine starke Nachfrage nach unseren PEEK- und HTN-Materialien und freuen uns darauf, neue Materialien zu entwickeln, die den Herstellern das Vertrauen geben, den 3D-Druck nicht nur in der Prototypenfertigung, sondern auch bei der Produktion im großen Maßstab einzusetzen.“

gk

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