Kooperation für geschlossenen PET-Kreislauf

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Im Rahmen einer strategischen Kooperation wollen Leistritz und Rittec eine Pilot-Anlage aufbauen, die einen geschlossenen PET-Kreislauf möglich macht.

Ziel der Kooperation von Leistritz Extrusionstechnik und Rittec Umwelttechnik ist es zudem, künftig gemeinsam Lösungen für das kontinuierliche Recycling von PET-Kunststoffen im Sinne einer Kreislaufwirtschaft und für einen geschlossenen PET-Kreislauf zu entwickeln.

Koopertion soll Monomer-Recycling realisieren

Mit der strategischen Partnerschaft wollen die Unternehmen der drängenden Aufgabenstellung der Vermeidung von Kunststoffmüll begegnen – zunächst ausgerichtet auf den europäischen Markt. Die Kooperation beinhaltet die Realisierung und Markteinführung der RevolPET-Technologie, einer Form des Monomer-Recyclings. Damit werden PET-Kunststoffe in ihre Ausgangsstoffe zurückgeführt und der Ressourcenkreis vollständig geschlossen.

Nach der bereits erfolgreichen Kooperation in der Forschung, haben sich Leistritz Extrusionstechnik und Rittec Umwelttechnik weitere gemeinsame Ziele gesetzt: Eine erste Turnkey-Anlage für die Verarbeitung von 10.000 Jahrestonnen Inputmaterial soll bis Ende 2021 errichtet und in Betrieb genommen werden.

Großer Schritt in Richtung eines chemischen Recyclings

Leistritz-Geschäftsführer Anton Fürst sieht die Kooperation mit Rittec als großen Schritt in Richtung eines erfolgreichen chemischen Recyclings, um letztendlich einen vollständig geschlossenen PET-Kreislauf zu realisieren. Foto: Leistritz

Hierfür bringt Leistritz ihre Technologie für Hochleistungsextruder ein und zudem ihr Wissen im Projektmanagement bei der Konzeption und Umsetzung von technischen Gesamtanlagen. Leistritz-Geschäftsführer Anton Fürst setzt bei der Zusammenarbeit auf den Ausbau des Geschäftsfeldes Recycling: „Wir arbeiten seit Jahren intensiv in diesem Segment. Downcycling oder nicht recycelfähige Kunststoffverbindungen sind hier der limitierende Faktor. Mit dem RevolPET-Ansatz geht man hier einen großen Schritt in Richtung erfolgreiches chemisches Recycling.“

Denn die EU-Gesetzgebung (Single Used Plastic Directive, (EU) 2019/904) fordert nach Überzeugung der beiden Partner ein energisches Handeln: So sollen Getränkeflaschen – unabhängig von Pfandsystemen – bis 2029 mit einem Anteil von 90 % gesammelt und recycelt werden.

Wie Leistritz und Rittec erklären, bietet die im Rahmen eines BMBF-geförderten Forschungsprojektes entwickelte Technologie RevolPET dringend benötigte Recyclingoptionen für die vielgestaltigen Verpackungen in den Branchen Kosmetik, Lebens- und Reinigungsmittel an und eröffnet damit große Wachstumsmärkte.

Globale Herausforderung rund um PET-Verpackungen lösen

Carsten Eichert, Geschäftsführer der Rittec Umwelttechnik: „Unsere Vision ist, dass unsere Technologie dazu beiträgt, die globale Herausforderung rund um PET-Verpackungen zu lösen.“ Foto: Rittec

Bislang stellen Multilayer- und opake Verpackungen für das Recycling ein Problem dar. Dank des neuartigen RevolPET-Verfahrens werden keine Restriktionen an die Ausgangsmaterialien gestellt. Carsten Eichert von Rittec Umwelttechnik: „Unsere Vision ist, dass unsere Technologie dazu beiträgt, die globale Herausforderung rund um PET-Verpackungen zu lösen.“

Allein in Deutschland und im dualen System können jährlich rund 200.000 t PET-Verpackungen (Quelle: Institut cyclos-HTP 2017) nicht werkstofflich verwertet werden und landen in der Verbrennung – für Europa liegen die Schätzungen bei mindestens 1,4 Mio. t.

Rittec Umwelttechnik liefert mit ihrer patentierten Technologie RevolPET sowie dem Basic-Engineering einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung des PET-Recyclings. Das Unternehmen verfügt zudem über umfassendes Wissen in den Bereichen der Depolymerisation und dem Aufreinigen von Monomeren.

Rittec und Leistritz setzen bei ihrer Partnerschaft auf die Förderung und Durchführung weiterer Forschungsprojekte, um die Technologie gemeinsam voranzutreiben und zu optimieren sowie ergänzende Verfahren zu entwickeln.

gk

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