Konjunktur: Einkäufer wollen Preise und Konditionen neu verhandeln

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Aufgrund der schwächeren Konjunktur wollen Einkäufer Verhandlungsverluste der Vergangenheit ausgleichen und Preise und Konditionen neu verhandeln.

Eine aktuelle Konjunktur-Umfrage der Einkaufsspezialisten der Kloepfel Group ergab, dass sich 40 % der mittelständischen Einkäufer die Verhandlungsverluste der letzten Jahre von ihren Lieferanten zurückholen und Preise und Konditionen neue verhandeln wollen. In der stichprobeartigen Umfrage wurden im Juli und August 186 Einkaufsmanager deutscher Mittelständler vorwiegend aus dem produzierenden Gewerbe befragt.

Branchenübergreifend geben in der Umfrage nur 7 % der Befragten an, dass Auftragsrückgänge die Existenz ihres Unternehmens gefährden. Die Mehrheit davon sind exportierende Unternehmen aus den Bereichen Automotive und Maschinenbau. Diese sind beispielsweise direkt oder indirekt von Handelskonflikten betroffen. Jeder zweite Teilnehmer gibt an, dass sich die Auftragsrückgänge noch in Grenzen halten. Auch hier finden sich viele exportierende Unternehmen. Bei jedem siebten Teilnehmer steigen die Aufträge sogar. Jeder vierte Befragte sagt, dass sich die Auftragslage seines Unternehmens nicht verändert hat.

Einkäufer nehmen ihre Preise und Konditionen unter die Lupe und sehen aktuell Möglichkeiten für neue Verhandlungen. Foto: Pixabay License

Schwächere Konjunktur: Preise neu verhandeln

Rund 60 % der Einkäufer sehen derzeit noch keine Möglichkeiten, Verträge aufgrund der schwächeren Konjunktur neu verhandeln zu können. Dem gegenüber stehen allerdings knapp 40 % aller Teilnehmer, die anderer Auffassung sind. Sie gaben bei der Umfrage der Kloepfel Group an, dass man heute schon Preise und Konditionen neu verhandeln kann. Diese Teilnehmer trumpfen in Verhandlungen mit den sinkenden Rohstoffpreisen auf, so das Ergebnis der Umfrage. Dies betrifft besonders die Rohstoffe aus den Bereichen Stahl, Chemie und Kunststoffe.

Zudem sehen die Experten der Kloepfel Group im indirekten Einkauf sehr große Chancen für Einkäufer, um mit zweistelligen Einsparungen glänzen zu können. Marc Kloepfel, CEO der Kloepfel Group, erklärt: „Einsparungen in Höhe von fünf bis 15 % finden wir vor allem beim indirekten Einkauf, da dieser oft kaum beachtet wird. Die Einkaufsabteilungen sind meist durch die zentralen Beschaffungsgüter so stark ausgelastet, dass die Gemeinkosten ungeprüft bleiben.“

Einkäufern fehlt Zeit für Verhandlungen – Optimierungen möglich

Eine weitere wichtige Frage der Online-Befragung war, ob denn die Einkäufer überhaupt genug Manpower zum Verhandeln haben. Hier gibt nur jede vierte Einkaufsmanager an, dass ihm dafür ausreichend Zeit zur Verfügung steht. Dreiviertel aller Befragten hingegen wünschen sich mehr Manpower, um sich für Verhandlungen mehr Zeit nehmen zu können.

Nazir Jarrah, Geschäftsführer der Kloepfel Services in der Slowakei, erklärt: „Wir erleben sehr häufig, dass die Einkaufsabteilungen stark überlastet sind. Oft empfehlen wir unseren Kunden, ein mehrwöchiges Projekt zur kurzfristigen Optimierung ihrer Einkaufskosten auf Erfolgsbasis durchzuführen. Bei einem solchen Projekt bekommen die Einkäufer unserer Kunden automatisch eine kostenlose Schulung mitgeliefert, da wir sie mit in die Vorbereitungen und Durchführungen von Verhandlungen einbinden. Mittel- und Langfristig empfehlen wir, operative Einkaufsprozesse flexibel und nach Bedarf zum Beispiel durch Business Process Outsourcing auszulagern. Das betrifft nicht wertschöpfende Aufgabe, wie beispielsweise Auftragsbestätigungen, das Prüfen von Rechnungen, das Aufbereiten der E-Kataloge oder die Stammdatenpflege.“

kus

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