Covestro - 3D gedrucker Stoßdaempfer Einzelteile 3D-Druck 03.09.2018 2 Bewertung(en) Rating

Komplexer Stoßdämpfer aus dem 3D-Drucker

Mit einem komplex geformten Stoßdämpfer wird Covestro auf der Fakuma demonstrieren, was heute mit dem Einsatz der richtigen Verfahren mit 3D-Druck möglich ist.

Der komplexe Demonstrator für einen Stoßdämpfer, den Covestro auf der Fakuma 2018 in Friedrichshafen präsentieren wird, markiert nach Überzeugung des Unternehmens einen weiteren Meilenstein auf dem Weg des 3D-Drucks zur Massenfertigung; ein Weg, der mit der Erzeugung einzelner Prototypen begonnen hatte und heute die Integration verschiedener Funktionen erlaubt.

Drei verschiedene Verfahren optimal eingesetzt

Das Besondere an dem Stoßdämpfer ist neben seiner hohen Funktionalität die Fertigung der einzelnen Teile aus drei verschiedenen Produkten und mit Hilfe von drei verschiedenen Herstellverfahren. Die äußere Feder des 40 x 7 cm großen Teils besteht aus pulverförmigem thermoplastischem Polyurethan (TPU). Es wurde mittels selektivem Lasersintern Schicht für Schicht in die gewünschte Form gebracht und zeichnet sich durch Elastizität und hohe Abriebfestigkeit aus.

Die Stellschraube im Inneren des Stoßdämpfers muss über eine große Festigkeit und Härte verfügen. Sie wurde deshalb aus Filamenten des robusten Polycarbonats von Covestro hergestellt. Dabei kam das Schmelzschicht­verfahren (Fused Filament Fabrication, FFF) zum Einsatz.

Die Luftkammer im Inneren ist aus einem flüssigen Polyurethanharz entstanden. Für solche Bauteile mit filigranen Strukturen hat sich nach Erfahrung von Covestro – wie auch in diesem Fall – das Digital-Light-Processing-Verfahren bewährt.

 - Eines der Highlights von Covestro auf der Fakuma 2018 ist dieser komplex geformte, 3D-gedruckte Stoßdämpfer.
Eines der Highlights von Covestro auf der Fakuma 2018 ist dieser komplex geformte, 3D-gedruckte Stoßdämpfer.
Covestro

Anschließend werden die einzelnen Komponenten miteinander verbunden. "Mit herkömmlichen Produktionsverfahren wäre dieser komplexe Aufbau nur sehr schwer darstellbar gewesen", erläutert Lukas Breuers, Marketingmanager für 2D- und 3D-Druck bei Covestro. "Ein Novum ist auch die Kombination verschiedener Werkstoffe mit unterschiedlichen, maßgeschneiderten Eigenschaften. Damit konnten wir die Möglichkeiten additiver Fertigung und ihre Einsatzgebiete deutlich erweitern." Weitere Materialien des Unternehmens für additive Fertigung zeichnen sich zum Beispiel durch gute Hitzebeständigkeit, Abriebfestigkeit oder Flexibilität aus.

Seit Jahren entwickelt Covestro maßgeschneiderte Polymerwerkstoffe für alle gängigen Herstellverfahren im 3D-Druck. Dank ihrer verschiedenen Eigenschaften eignen sich die Filamente, Pulver und flüssigen Rohstoffe für viele Branchen und Anwendungen.

gk

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