Komplexe Gehäuse für Notfallmedizingeräte

Für mobile Notfallmedizingeräte produziert Weiss Gehäuseteile mit integrierten Funktionen. Foto: Chalabala/Adobestock

Für einen Medizintechnikhersteller fertigt Spritzgießer Weiss für mobile Notfallmedizingeräte mehr als 20 Gehäuseteile mit integrierten Funktionen in Serie.

Perfekte Optik, hohe Funktionalität und sehr robuste Ausführung – der Medizintechnikhersteller stellt sehr hohe Anforderungen an die Kunststoffgehäuse seiner Notfallmedizingeräte. Denn die Geräte müssen auf „unsanfte“ Behandlung in Notfallsituationen unter ungünstigen Umgebungsbedingungen vorbereitet sein. Robustheit ist also ein Muss. Zugleich müssen die Geräte aber auch ergonomisch und intuitiv bedienbar sein. Und da viele Funktionen auf kompaktem Raum untergebracht sind, ist ein solches Gehäuse ebenso komplex wie die Geräte selbst.

Werkstoffgerechte Optimierung der Notfallmedizingeräte

Weiss in Illertissen wurde frühzeitig hinzugezogen, als der Hersteller eine ganz neue Gerätegeneration entwickelte. Das ist aus Sicht des Kunststoffverarbeiters auch die beste Vorgehensweise: Wenn die Kunststoff-Experten die Gelegenheit erhalten, die Konstruktion zu prüfen und dabei Empfehlungen für eine werkstoffgerechte Optimierung zu geben, verbessert das ganz eindeutig das Ergebnis – sowohl aus technischer Perspektive als auch aus Kostensicht.

Gehäuseteile zum Teil mit angespritzten Dichtungsfunktionen

Insgesamt umfasst das Projekt um mehr als 20 Gehäuseteile, die viele integrierte Funktionen aufweisen. Das allein ist schon anspruchsvoll. Neben den technischen Funktionen legen die Entwickler und Produktmanager des Kunden aber auch sehr viel Augenmerk auf die Optik. Das heißt: Hier sind Class-A-Oberflächen, eine sehr gute Verarbeitung sowie hochwertige Anmutung und Haptik gefragt. Das gilt auch für die 2K-Teile mit angespritzten Dichtungsfunktionen. Darüber hinaus galt es bei der Auswahl und Verarbeitung der Kunststoffe zu berücksichtigen, dass alle erforderlichen Normen der Medizintechnik sowie die kundenspezifischen Vorgaben berücksichtigt werden.

Nachdem die Weiss-Experten Empfehlungen für die werkstoffgerechte Optimierung der Bauteile gaben, fertigt das Unternehmen nun in Illertissen mehr als 20 Gehäuseteile in Serie für den Kunden.

Weiss baut seine Kompetenz in der Medizintechnik kontinuierlich aus. So produziert das Unternehmen im Auftrag des Medizintechnik-Spezialisten Eilts Einwegboxen für Nadeln und Skalpellklingen im OP aus Polypropylen (PP) „in einem Schuss“.

sk