Automation 11.07.2018 0 Bewertung(en) Rating

Kollege Roboter

Kollaborative Roboter spielen ihre Stärken im Zusammenspiel mit dem Menschen aus. Rethink Robotics erläutert Hintergründe und Technik seines Cobots Sawyer.

 - Andre Brueckner, Field Application Engineer bei Rethink Robotics.
Andre Brueckner, Field Application Engineer bei Rethink Robotics.
Rethink Robotics

Die kollaborative Robotertechnik ist bereits in vielen Bereichen der Industrie fester Bestandteil. Der in Boston ansässige Roboterspezialist Rethink Robotics hat mit Sawyer einen kollaborativen Roboter im Portfolio, der sowohl flexibel in seinen Anwendungsbereichen als auch von Nicht-Ingenieuren einfach anzulernen ist.

Weltweit steigt mit dem Automatisierungsgrad auch die Roboterdichte. Laut Prognose der IFR, sollen bis 2020 mehr als drei Mio. Industrieroboter in den Fabriken weltweit im Einsatz sein. Der operative Bestand soll sich demnach innerhalb von sieben Jahren – seit 2014 – mehr als verdoppeln.

Mensch-Roboter-Interaktion im Fokus

Im Bereich der kollaborativen Roboter, sogenannte Cobots, spielt die Mensch-Roboter-Interaktion die zentrale Rolle. Doch wo liegen die Grenzen dieser sogenannten Cobots? Wo liegen die Unterschiede zum klassischen Industrieroboter? Die K-ZEITUNG fragte während der Hannover Messe bei Andre Brueckner, Field Application Engineer bei Rethink Robotics nach.

Für Andre Brueckner, Field Application Engineer bei Rethink Robotics liegen die Unterschiede im Hinblick auf Industrieroboter mitunter in der Sensorik: "Sawyer war von Anfang an als kollaborativer Roboter entwickelt worden. Jede Achse hat einen speziellen Kraftsensor im Arm. Die Sensoren helfen uns, das Sicherheitskonzept des Cobots zu konfigurieren. Sobald der Cobot beispielsweise eine gewisse "Kraft" spürt, etwa eine Kollision, stoppt dieser sofort. Das wiederum können klassische Industrieroboter nicht."

Sawyer besitzt außerdem zwei integrierte Kameras im Arm sowie eine hauseigene Softwarelösung, genannt Intera. Rethink Robotics ist darauf bedacht Sawyer ständig weiterzuentwickeln, ihn noch einfacher und effizienter zu gestalten – egal in welchem Arbeitsumfeld.

Den Menschen unterstützen

 - Der Cobot Sawyer kann flexibel eingesetzt werden: hier beim Handling von Werkstücken.
Der Cobot Sawyer kann flexibel eingesetzt werden: hier beim Handling von Werkstücken.
K-ZEITUNG/Bechlarz

Da industrielle Roboter oftmals zu einem größeren Gesamtkonzept gehören liegt der Fokus bei kollaborativen Robotern anders: "Wir konzentrieren uns auf Anwendungen, die heutzutage noch klassisch vom Menschen ausgeübt werden. Die Arbeits- und Maschinenumgebungen sind dabei oftmals nicht auf Roboter ausgerichtet. Hier wird ein flexibles System benötigt, das sich in einer solchen Umgebung schnell integrieren lässt. Auch bei Arbeitsprozessen, die auf den menschlichen Körper eine gewisse Belastung ausüben oder unnatürliche Bewegungen erfordern, die auf die Dauer nicht gesund sind, kann der Roboter einspringen."

Es bleibt spannend, wo die eigentlichen Wege der Roboter in den nächsten Jahren hinführt. Der Bedeutung dieser Frage ist sich auch Brueckner bewusst: "Wir versuchen ständig unsere Technologie dahingehend zu erweitern, dass wir den Menschen helfen und sie entlasten können. Für uns ist es wichtig, Alternativen zu schaffen, für Menschen, die eine bestimmte Tätigkeit nicht ausüben können oder möchten – das können gesundheitliche Probleme sein oder aber auch monotone Arbeit, bei der acht Stunden lang ein und dieselbe Bewegung ausgeübt wird."

"Wir entwickeln die Software und Hardware des Roboters auch permanent weiter mit dem Ziel, den Roboter intelligenter zu machen und diesen so zu gestalten, dass er einfach zu installieren ist," betont Brueckner.

Das ausführliche Interview lesen sie in der Ausgabe 13/2018 der K-ZEITUNG.

db

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