Klimaschutz und Co2-Emission stehen ganz oben

Stefan Lenz, Chefredakteur der K-ZEITUNG Foto: K-ZEITUNG

Können die ambitionierten CO2-Emissionsminderungen der neuen Klimaschutzziele erreicht werden?

Im April dieses Jahres hat das Bundesverfassungsgericht den Gesetzgeber verpflichtet, das noch sehr junge Klimaschutzgesetz und die damit einher gehenden reduzierten CO2-Emissionen eindeutiger zu regeln. Wenige Wochen später hat die Bundesregierung ein neues Gesetz präsentiert, in dem die  Treibhausgasemissionen, die in Deutschland ausgestoßen werden dürfen, nochmals reduziert werden müssen. In der ersten Fassung des Klimaschutzgesetzes betrug der maximale CO₂-Ausstoß für das Jahr 2030 in Deutschland 563 Mio. t, nun sind es 437 Mio. t.

Klimaschutz schreitet voran – CO2-Emissionen gesunken

Klar ist, dass dieses Ziel erheblicher zusätzlicher Bemühungen bedarf. Zwar hat Deutschland sein Klimaziel für das Jahr 2020 erreicht: Statt der maximal zulässigen 751 Mio. t CO2 wurden hierzulande zuletzt nur rund 739 Mio. t Treibhausgase emittiert. Doch 2020 war ein Ausnahmejahr – rund ein Drittel der deutschen Emissionsminderungen in diesem Jahr ging auf die Corona-Pandemie zurück. Weil weniger Auto und Bahn gefahren wurde, Flieger am Boden blieben und ungenutzte Gebäude und Industrieanlagen weniger Strom und Heizenergie verbrauchten, sanken die CO2-Emissionen stärker als in den Vorjahren.

Doch was passiert, wenn die Menschen wieder alte Routinen aufnehmen und auch die Wirtschaft wieder hochfährt? Dann steigt auch der Energieverbrauch und damit automatisch der CO2-Ausstoß. Vermeiden lässt sich dieser Mechanismus nur durch den Ausbau klimaschonender Technologien und durch Produkte auf Basis von erneuerbarem Strom. Und gerade hier ist noch einigen an Luft nach oben und die Verantwortlichen müssen noch weitere Anstrengungen unternehmen, um diese Ziel zu erreich.

Anstrengungen müssen belohnt werden

Apropos Anstrengung…In der deutschen Messelandschaft werden ebenfalls enorme Anstrengungen unternommen, um Präsenzveranstaltungen im Herbst Realität werden zu lassen. So hat beispielsweise Bettina Schall, Geschäftsführerin der P.E. Schall GmbH & Co. KG, erklärt, dass die Fakuma als erste große Präsenzmesse für Kunststofftechnik im deutschsprachigen Raum seit Ausbruch der Corona-Pandemie, stattfinden kann. Im Moment werden noch Hygienemaßnahmen adaptiert, die eine reibungslose Durchführung garantieren sollen.

„Es bedarf erheblicher zusätzlicher Bemühungen, um die neu gesteckten Klimaziele zu erreichen.“

Stefan Lenz

Bleibt zu hoffen, dass sich sämtliche Anstrengungen, egal ob beim Thema CO2-Emission oder Durchführung von Machemessen, am Ende des Tages belohnt werden.

Stefan Lenz

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