KI und Industrie 4.0 miteinander verbinden

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Die Plattform Industrie 4.0 unterstützt die Anwendung von KI und datenbasierten Geschäftsmodellen in der digitalisierten Industrie.

Deutschland soll zu einem weltweit führenden KI-Standort werden. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz können Unternehmen ihre industriellen Daten und ihr Anwendungswissen zusammenführen und in neue Geschäftsmodelle übersetzen. Die Plattform Industrie 4.0 schafft hierfür mit ihren international abgestimmten Konzepten für offene Standards und sicheren Datenaustausch die Grundlage.

Mit Künstlicher Intelligenz auf die nächste Stufe

Die digitalisierte Fabrik ist vielerorts bereits Realität. Um die Potenziale von Industrie 4.0 voll auszuschöpfen, steht nun die Entwicklung und Nutzung datenbasierter Geschäftsmodelle im Vordergrund. Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz können Unternehmen industrielle Daten zusammenführen und in innovative, datenbasierte Produkte und Dienstleistungen übersetzen. Durch KI wird in den nächsten fünf Jahren eine zusätzliche Bruttowertschöpfung im produzierenden Gewerbe von rund 32 Mrd. EUR erwartet: Das sind die Ergebnisse der Studie VDI/VDE 2018. Dies entspricht etwa einem Drittel des gesamten prognostizierten Wachstums dieses Bereichs.

KI als Querschnittsthema verankern

Eines der Ziele der „Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung“ ist es, die Position Deutschlands im Bereich Industrie 4.0 weiter auszubauen und führend bei KI-Anwendungen in der Industrie zu werden. Die Plattform Industrie 4.0 hat daher Künstliche Intelligenz als Querschnittsthema in ihrer Arbeit verankert. Sie zeigt die Potenziale digitaler Geschäftsmodelle auf, untersucht die rechtlichen Rahmenbedingungen von KI und setzt sich mit der Rolle von KI in der Qualifizierung auseinander. Um Synergien zu erschließen, werden ihre Aktivitäten zu KI mit der Plattform Lernende Systeme vernetzt. Im Ergebnis wird die Plattform Industrie 4.0 Grundlagen und Handlungsempfehlungen für die Anwendung von KI im Kontext von Industrie 4.0 liefern. Hinzu kommt die praxistaugliche Darstellung von Anwendungsbeispielen und -szenarien, gerade für KMU.

Stühlerücken im Lenkungskreis

Zum Ende des Jahres übergibt Bernd Leukert, Vorstand SAP SE, den Vorsitz des Lenkungskreises der Plattform Industrie 4.0 turnusmäßig an Dr. Frank Melzer, Vorstand der Festo AG & Co. KG. „Ich freue mich, in der Leitung der Plattform weiterhin meine Erfahrungen und Perspektiven einzubringen und den Vorsitz des Lenkungskreises an Dr. Frank Melzer zu übergeben“, sagt Leukert, Vorstand der SAP SE und verantwortlich für Produkte & Innovation. "Bei Herrn Leukert möchte ich mich für die erfolgreiche Arbeit der vergangenen zwei Jahre bedanken und freue mich darauf, den Vorsitz zu übernehmen. Herr Leukert hat den Lenkungskreis engagiert geführt und besonders durch die Förderung und Umsetzung innovativer Testzentren für Unternehmen wesentlich zum Erfolg der Plattform beigetragen", erklärt Melzer. "In meiner Amtszeit möchte ich den Fokus auf die Technologieentwicklung legen. Insbesondere die Weiterentwicklung dezentraler, autonomer Systeme und künstlicher Intelligenz, die uns hervorragende Werkzeuge liefern, um künftig industrielle Produktionsprozesse zu optimieren. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Qualifizierung und Weiterbildung von Fachkräften sein, die im Beruf stehen. Denn die Digitalisierung treibt den Kompetenzwandel in unserer Gesellschaft schneller voran als jede industrielle Veränderung zuvor."

db

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