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KI-Förderung: jetzt für Robotik-Projekte bewerben

Mit den geförderten Projektformaten des KI-Fortschrittszentrums erhalten Unternehmen einfach eine Expertenmeinung zu den Potenzialen von KI und Robotik für eigene Anwendungen. Foto: Fraunhofer IPA/Rainer Bez

Noch bis Ende März können sich Unternehmen aus Baden-Württemberg auf geförderte Projektformate zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik bewerben.

Die Förderangebote sind Teil des KI-Fortschrittszentrums „Lernende Systeme und Kognitive Robotik“ der Fraunhofer-Institute IPA und IAO und richten sich auch an KI-Einsteiger. Noch bis zum 31. März 2022 können sich Unternehmen vom Start-up bis zum Konzern mit ihrer Projektskizze bewerben.

Das hohe Potenzial von Technologien der KI und Robotik ist unbestritten. Doch viele Unternehmen und speziell der Mittelstand tun sich noch schwer, für passende Anwendungsfälle die am besten geeigneten KI-Technologien zu ermitteln. Um Unternehmen bestmöglich zu unterstützen, bedarf es einer individuellen Experten-Betrachtung. Genau diese bietet das KI-Fortschrittszentrum mit seinen niedrigschwelligen Angeboten.

Grundlagenwissen zu Einsatzmöglichkeiten von KI oder Robotik

Es gibt zwei Projektformate: AI Explorer und Quick Checks. AI Explorer vermittelt Grundlagenwissen für alle Unternehmen, die sich zu Einsatzmöglichkeiten von KI oder Robotik informieren möchten, aber noch keine konkrete Idee haben. Fraunhofer-Mitarbeiter bieten in Workshops eine Einschätzung dazu, wo KI und Robotik im Unternehmen stehen und in welcher Reihenfolge am besten vorzugehen wäre, um die Technologien in die Praxis zu bringen. Die Experten helfen, die aktuelle Situation einzuschätzen und die Potenziale für Prozessverbesserungen oder Produkt- und Serviceinnovationen durch KI- und Robotik-Anwendungen aufzuzeigen.

Mit dem Projektformat Quick Checks können Unternehmen die Umsetzbarkeit einer individuellen KI- oder Roboteranwendung, also eine bereits vorhandene Idee, überprüfen. Nachdem das Unternehmen seinen konkreten Anwendungsfall vorgestellt hat, untersuchen die Fraunhofer-Mitarbeiter, inwieweit das Vorhaben durchführbar ist. Ergebnis ist eine Machbarkeitsaussage in Form eines kurzen „Proof of Principle“.

Gefördert vom Land Baden-Württemberg

Die aktuelle Bewerbungsfrist adressiert Unternehmen, die bisher noch nicht mit dem KI-Fortschrittszentrum zusammengearbeitet haben. Die Projektformate sind für Firmen mit Sitz oder Standort in Baden-Württemberg kostenfrei. Möglich wird dies durch Fördermittel vom baden-württembergischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus. Beide Projektformate erfordern nur einen sehr schlanken Aufwand für die Bewerbung – hier geht es zu den entsprechenden Formularen.

Projekte wie automatisiertes End-of-Line-Verpacken

Die bearbeiteten Themen im KI-Fortschrittszentrum sind sehr vielfältig. Fast 200 Unternehmen haben die Angebote bereits wahrgenommen - hier eine Übersicht. Erfolgsgeschichten sind beispielsweise der Quick Check für das automatisierte End-of-Line-Verpacken mithilfe von KI-basierter Bildverarbeitung und einem Roboter. Weiterhin wurde geprüft, inwieweit Bildverarbeitung und das Teilgebiet maschinelles Lernen (ML) zum Einsatz kommen können, um automatisiert Schäden an Fahrzeugkarosserien zu erkennen, was beispielsweise Mietwagenfirmen oder Gebrauchtwagenhändler wichtige Informationen liefert. Beide Quick Checks führten zu einer weiteren Zusammenarbeit der Unternehmen mit Fraunhofer, in der die Anwendungen prototypisch umgesetzt wurden. Im Kontext der Dienstleistungswirtschaft konnte ein Quick Check für einen Buchgroßhändler die Möglichkeit aufzeigen, KI-basiert möglichst genau vorherzusagen, wann welche Produkte in welcher Anzahl bestellt werden.

sk