Kennzahlen im Vergleich: Wo steht Ihr Unternehmen?

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Warum es wichtig ist, nicht nur die eigenen Kennzahlen genau zu kennen, sondern auch den Vergleich in der Branche zu haben.

Unabhängig von der Unternehmensgröße sind verlässliche Kennzahlen aus der eigenen Geschäftstätigkeit in vielen Betrieben nicht im notwendigen Umfang verfügbar, geschweige denn Werte für den Vergleich. Der deutschsprachige Spritzgussmarkt ist in vielen Bereichen nicht sonderlich transparent. Unternehmenslenker stehen darüber hinaus vor der Herausforderung, die richtigen Stellschrauben zur Optimierung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit zu identifizieren. Die Einschätzung, wo Verbesserungsbedarf besteht und wo noch Optimierungspotenziale schlummern, muss oft mehr aus dem Bauch als wirklich faktenbasiert gefällt werden. Das funktioniert zwar manchmal überraschend gut. Ist aber auf Dauer keine tragfähige Lösung.

Vergleich der Kennzahlen schafft Transparenz

Gerade dann, wenn der Preisdruck so hoch ist wie derzeit in der kunststoffverarbeitenden Industrie, ist es wichtig, das eigene Unternehmen möglichst effizient auszurichten. Wie gut sind Lieferkette, Produktion und Controlling aufgestellt, und wie steht es um die Rentabilität der aktuellen Fertigungstiefe? Wie sieht es um die Vernetzung mit Lieferanten und Kunden aus?  Wo liegen die eigenen Stärken? Und welche Schlüsselzahlen, neudeutsch Key Performance Indicators (KPIs), weisen im Vergleich mit anderen Playern der Branche auf akuten Verbesserungsbedarf hin? Der Vergleich der Kennzahlen mit anderen Unternehmen der Branche gibt wichtige hinweise

Marktspiegel Werkzeugbau sorgt für Vergleichbarkeit

Im Bereich der Formenbauer kümmert sich seit zwei Jahren die genossenschaftliche Initiative „Marktspiegel Werkzeugbau“ sehr erfolgreich darum, die Zahlen einer Branche greifbarer zu machen. Dazu begutachten Experten die Mitgliedsunternehmen und benchmarken die einzelnen Betriebe. Das Marktspiegel-Team wertet die anonymisierten Daten aus. Inzwischen gibt es eine kritische Masse an Genossen, die sich bewerten lassen. So kann in der Zusammenschau ein aussagekräftiges Bild der Situation der Werkzeug- und Formenbauer entstehen. Im Gegenzug erhalten die Teilnehmer einen vertraulichen Report mit Auswertungen zu ihrem eigenen Unternehmen. In dem sind die Stärken und Schwächen auch im Vergleich zur Gesamtbranche exakt aufgeschlüsselt und analysiert. Mit fundierten, konkreten Handlungsempfehlungen.

Erfolgsmodell jetzt auch für Kunststoffverarbeiter

Was für die Formenbauer zum Erfolgsmodell geworden ist, steht nun auch Kunststoffverarbeitern offen – in erster Linie Spritzgießereien. Und je mehr sich engagieren, desto besser wird die Datenqualität. Interessiert? Hier finden Sie weitere Informationen.

Richard Pergler

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