Kamerasystem überwacht die Spritzgießfertigung

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Mit dem Plug-and-Play Kamerasystem Orca Vision lassen sich Spritzgieß-Fertigungsprozesse individuell steuern und in Echtzeit überwachen.

Mit dem Kamerasystem von Enesty und Collasys erhalten die Prozesse „Augen“. Orca Vision erfüllt die Ansprüche moderner Fertigungsbetriebe bezüglich Prozesskontrolle, Prozessdatenerfassung und Verknüpfung von Produktionsmaschine, Werkzeug und Peripherie.

„In der Kunststoffverarbeitung sind effiziente Systeme zur kontinuierlichen Prozess- und Qualitätskontrolle essenziell. Die auf dem Markt verfügbaren Standardlösungen treffen dabei jedoch oft nicht den genauen Bedarf und sind nur mit großem Aufwand integrierbar. Deshalb haben wir nach einer Alternative gesucht und diese gemeinsam mit unserem Partner Collasys gefunden“, sagt Enesty-Geschäftsführer Jonathan Franke.

Kamerasystem ist leicht integrierbar

Das Plug-and-Play Kamerasystem Orca Vision lässt sich spezifisch und schnell in den Fertigungsablauf integrieren. „Individualität, schnelle Inbetriebnahme und leichte Bedienung sind die wichtigsten Kriterien, die diese Entwicklung erfüllen muss. Die ersten prototypischen Anwendungen haben gezeigt, dass wir diese Ziele erreichen und damit den Anforderungen der Kunden besonders im KMU-Bereich gerecht werden“, so Franke.

Das Basis-System besteht aus einer Rechen- und Bedieneinheit sowie einem Farb-Sensor in HD-Auflösung inklusive Objektiv und Fixierung. In vielen Fällen werden noch zusätzliche Beleuchtungen benötigt, die abhängig vom Anwendungsfall auszulegen sind. Die Software und die individuelle Auslegung kommt von Collasys.

Intelligenter Vergleich von Bildmerkmalen

Ein Funktionsmodul ist ein intelligenter Vergleich von Bildmerkmalen bezüglich Gestalt, Farbe und Struktur von Objekten. Damit lassen sich schnell Prüfungen verwirklichen, bei denen im Ergebnis eine Gut/Schlecht-Bewertung ausreicht. Selbstverständlich sind auch die Standard-Funktionalitäten solcher Systeme enthalten, wie zum Beispiel die Erkennung von Objekten sowie deren Lage und Ausrichtung. Auch das Messen von Abständen, Radien, Winkeln und Farben, oder das Lesen von 1D- und 2D-Kodierungen, Zahlen oder Buchstaben ist möglich. Notwendige Referenzwertebereiche müssen vorab definiert werden. „Bei festgestellten Abweichungen kann über die in der Industrie standardmäßig vertretenen Kommunikationsprotokolle eine definierte Aktion eingeleitet werden“, erklärt Marc Sturm, Geschäftsführer von Collasys.

Inbetriebnahme mit Künstlicher Intelligenz

Die Inbetriebnahme des Bildverarbeitungssystems ist einfach, denn es nutzt KI-basierte Algorithmen. Diese vereinfachen die oftmals zeitaufwendige Parametrierung. „Damit können wir den Konfigurationsaufwand bei optischen Inspektionssystemen deutlich senken“, so Sturm. Er verweist darauf, dass die kameragestützte Lösung überall dort eingesetzt werden kann, wo „Augen“ gebraucht werden und beispielsweise eine laserbasierte Prüfung nicht ausreicht.

sk

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