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K 2019 setzt starke Impulse für die Kunststoffbranche

Alle drei Jahre ist das Messegelände in Düsseldorf der Mittelpunkt der globalen Kunststoffbranche. Foto: K-ZEITUNG/Krumbholz

Wie erwartet erwies sich die Kreislaufwirtschaft als wichtigstes Thema der K 2019, über den Erwartungen lag die hohe Investitionsbereitschaft der Branche.

Nach acht Tagen ist die K 2019 als weltweit führende Fachmesse der Kunststoff- und Kautschukindustrie am Mittwoch den 23. Oktober 2019 zu Ende gegangen. Befürchtungen, dass sich die aktuellen Unsicherheiten durch Brexit, Trump und den Wandel in der Automobilindustrie sowie die Diskussion um Umweltverschmutzungen durch Kunststoffabfälle – Stichwort Marine Litter – negativ auf die Stimmung und vor allem auf die Investitionsbereitschaft auswirken könnten, erwiesen sich als unbegründet.

K 2019 gab Orientierung und Ausblick

„Gerade in Zeiten, die große Herausforderungen bieten, ist eine Plattform wie die K-Messe unerlässlich. Sie gibt Orientierung und Ausblicke, setzt nachhaltige wirtschaftliche Impulse, zeigt zukunftsweisende Trends und konkrete Lösungsansätze auf. Die Industrie und ihre Fachverbände hatten hier die einmalige Gelegenheit, branchenbezogene Lösungen zu präsentieren und gesellschaftspolitisch relevante Fragen weltumspannend zu erörtern. Und sie haben diese Gelegenheit hervorragend genutzt, “ sagte Werner Matthias Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung, Messe Düsseldorf, bei der Abschluss-Pressekonferenz.

Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des Ausstellerbeirats der K 2019 (l), und Werner Matthias Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung, Messe Düsseldorf (r), bei der Abschluss-Pressekonferenz. Foto: K-ZEITUNG/Kögel

Wie Dornscheidt zeigte sich auch Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des Ausstellerbeirats der K 2019, hocherfreut über den Verlauf der K 2019: „Die Kunststoff-und Kautschukindustrie konnte einmal mehr unter Beweis stellen, dass Kunststoff nicht nur ein sehr werthaltiger Werkstoff mit hervorragenden Eigenschaften ist, sondern die Branche auch Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette übernimmt. Die Schlagworte der K 2019 „Nachdenken. Umdenken. Querdenken. Neudenken“ spiegelten sich 1:1 an den Ausstellerständen wider. Noch nie hat sich die Branche so einstimmig einer Thematik angenommen und so geschlossen an Lösungen gearbeitet, wie jetzt bei den Themen rund um Umweltverträglichkeit, Ressourcenschonung und Abfallvermeidung. Es herrscht eine regelrechte Aufbruchstimmung in der Branche, die aktuelle Dynamik ist überwältigend.“

Sehr hoher Bedarf an innovativen Maschinen und Rohstoffen

Und zur Freude von Ulrich Reifenhäuser setzte sich auch hinsichtlich der konkreten Nachfrage an den Messeständen die positive Grundstimmung der K 2019 fort: „Es hat sich gezeigt, dass gerade jetzt der globale Bedarf an innovativen Maschinen und Rohstoffen sehr hoch ist, trotz aktueller Spannungen im Welthandel oder der Lage einzelner Abnehmerbranchen. Die diesjährige K-Messe hat unsere Erwartungen weit übertroffen und konnte wichtige Impulse für nachhaltiges Wirtschaften und neue Geschäftsmodelle setzen“, so Reifenhäuser.

Die 3.333 Aussteller aus 63 Nationen stellten damit eindrucksvoll unter Beweis: Kunststoff ist nach wie vor ein innovativer, unverzichtbarer und zukunftsweisender Werkstoff.

Sie untermauerten aber auch einstimmig die Notwendigkeit funktionierender Kreislaufwirtschaften entlang der gesamten Wertstoffkette und präsentierten hierzu bereits konkrete Lösungen. Damit trafen sie den Puls der Zeit, denn die rund 225.000 Besucher aus 165 Ländern zeigten hohes Interesse insbesondere an Recyclingsystemen, nachhaltigen Rohstoffen und ressourcenschonenden Verfahren. Darüber hinaus prägte eine nach wie vor hohe Investitionsbereitschaft die K 2019. Beim internationalen Fachpublikum war die Absicht, sich mit neuesten Technologien optimal für die Zukunft aufzustellen, deutlich spürbar.

„Die K 2019 kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Der hohe Zuspruch aus aller Welt untermauert ihre enorme Bedeutung für die Branche. Nirgendwo sonst ist diese so international und geschlossen vertreten wie alle drei Jahre in Düsseldorf“, erklärte Werner Matthias Dornscheidt.

Die auf Besucherseite am stärksten vertretenen Nationen nach Deutschland waren Italien, die Niederlande, Indien, die Türkei und China, direkt gefolgt von den USA. Außerdem konnte ein deutlicher Zuwachs bei Fachbesuchern aus der russischen Föderation, Japan und Brasilien verzeichnet werden. Die Anzahl der Führungskräfte unter den K Besuchern konnte noch einmal leicht gesteigert werden: Rund 68 % gehörten dem Top-Management und mittleren Management an.

Bei der Besucherzufriedenheit konnte mit über 90 % erneut ein Spitzenwert erzielt werden. Während für das deutsche Fachpublikum die Steigerung der Wirtschaftlichkeit als aktuell wichtigstes Thema vorne lag, stand die Erweiterung des Produktspektrums für die europäischen und außereuropäischen Messegäste im Vordergrund.

Höchst erfreuliches Neukundengeschäft lässt starkes Nachmessegeschäft erwarten

Die K-Messe konnte einmal mehr auch als Premierenplattform punkten, auf der viele zukunftsweisende Produkte und Anwendungen das erste Mal der Weltöffentlichkeit vorgestellt wurden. Dabei wurden die Neuheiten nicht nur bestaunt, sondern auch bereits sehr viele konkrete Verhandlungen geführt und Verträge unterzeichnet. „Wir konnten eine überaus hohe Investitionsbereitschaft feststellen und dies über alle Nationen hinweg. Gerade das Neukundengeschäft war in diesem Jahr höchst erfreulich. Wir gehen sehr zuversichtlich auch von einem starken Nachmessegeschäft aus“, so Reifenhäuser. Bei den Gästen aus aller Welt standen insbesondere Erweiterungsinvestitionen weit oben auf der Liste, dabei insbesondere in Extruder- und Extrusionsanlagen. Die Besucherbefragung zur K 2019 ergab darüber hinaus, dass das Interesse an Maschinen und Anlagen zum Aufbereiten und Recycling international deutlich höher ist als in Deutschland.

Die nächste K-Messe findet vom 19. bis zum 26. Oktober 2022 in Düsseldorf statt.

gk

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