Ist der Wirtschaftsaufschwung da?

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Glaubt man den Aussagen des deutschen Wirtschaftsministers Peter Altmaier, so entwickelt sich die deutsche Wirtschaft besser als erwartet.

Zumindest die Bundesregierung sieht die deutsche Wirtschaft nach einer Schwächephase also wieder im Aufschwung. „Die Aussichten haben sich aufgehellt. Die Wirtschaft wird sich in diesem Jahr besser entwickeln, als noch im letzten Jahr erwartet“, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier. In ihrem Jahreswirtschaftsbericht rechnet die Regierung für 2020 mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von 1,1 %.

Wirtschaftliche Talsohle in Sichtweite

Hört man in die Kunststoffbranche, sind sich auch Branchenexperten einig, dass die Talsohle in Sichtweite ist und es spätestens ab Mitte 2020 mit der deutschen Wirtschaft wieder bergauf geht. Einer der Gründe warum deutsche Wirtschaft wieder mehr angekurbelt werden könnte, ist mit Sicherheit das Thema Circular Economy. Die  K 2019 hat vorgezeigt,  dass hier die Möglichkeiten noch nicht mal im Ansatz erschöpft sind. Neue Technologien, Forschungsergebnisse und Verarbeitungsprozesse bieten hier die Chance als Wirtschaftsmotor zu agieren.

"Plastiksteuer" als neue Einnahmequelle

Ein Dämpfer könnte aber die geplante „Plastiksteuer“ werden. Eine solche Steuer werde als eine mögliche Einnahmequelle der EU diskutiert, bestätigte die EU-Botschafterin Irena Andrassy als Vertreterin der neuen kroatischen EU-Präsidentschaft vor kurzem in Brüssel. Jetzt, wo Großbritannien jetzt aus der Gemeinschaft ausgetreten ist, werden dessen EU-Beiträge fehlen. Bereits vor zwei Jahren hatte der damalige deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger eine europäische Abgabe auf Kunststoffabfälle ins Gespräch gebracht. Oettinger begründete dies damals vor allem mit Umweltaspekten. „Wir produzieren, nutzen zu viele Kunststoffe, zu viel Plastik, die trotz Recycling zu Abfällen werden“, sagte Oettinger Anfang 2018.

Möglicher Reinvest

Ja, er hat Recht, aber was passiert mit dem Geld. Nur den Verlust der britischen Einnahmen zu kompensieren wäre möglicherweise der falsche Weg.  Könnte ein Teil nicht als Reinvestment in Forschung oder Weiterbildung innerhalb der EU genutzt werden, um längerfristig Arbeitsplätze zu schaffen? Wir werden sehen, denn das Jahr 2020 ist noch jung und hat viellecht noch viele Überraschungen in die eine oder andere Richtung für uns parat.

sl

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