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Interplastica erstmals wieder live seit Corona-Krise

Erstmals seit Beginn der Corona-Krise fand die Messe wieder live in Moskau statt. Thomas Franken, Project Director der K (rechts) und Thomas Stenzel, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf Moskau (links) machten sich persönlich ein Bild von den gezeigten Innovationen. Foto: Messe Düsseldorf

Die diesjährige Interplastica, die erstmals seit Beginn der Corona-Krise wieder live in stattfand, übertraf Erwartungen des Veranstalters und Austeller.

Nach vier Tagen Laufzeit im Präsenzformat konnten die Interplastica, International Trade Fair for Plastics and Rubber ein überaus positives Ergebnis verbuchen –  Erstmals seit Beginn der Corona-Krise fand die Messe wieder live in Moskau statt. Insgesamt kamen vom 25. bis 28. Januar 17.000 Besucher zum Central Exhibition Complex Expocentre, um sich die Neuheiten von 650 Ausstellern aus 32 Ländern anzusehen, Kontakte zu knüpfen oder zu vertiefen und am umfangreichen Vortragsprogramm teilzunehmen. Die Stimmung in den Hallen war gut, die Aussteller lobten insbesondere die hohe Qualität der Kontakte.

Endlich wieder persönlich Austausch in Moskau seit Corona-Krise

„Die Interplastica 2022 war eine großartige Messe. Deutschland, Italien, Österreich und die Schweiz waren mit offiziellen Länderpavillons ebenso vertreten, wie Russland mit seinen Keyplayern“, freut sich Thomas R. Stenzel, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf Moskau. „Das Bedürfnis der Fachbesucher der Interplastica war groß, sich endlich wieder persönlich mit Spezialisten austauschen zu können, aktuelle Fragestellungen der Branche zu diskutieren und innovative Lösungen live begutachten zu können“, so Stenzel weiter.

Die Fachbesucher aus 63 Ländern, darunter Russland, Weißrussland, Kasachstan, Usbekistan, Armenien, Aserbaidschan und die Ukraine, lobten einstimmig die Vielfalt der Aussteller, deren Professionalität und das hohe Niveau der Messevorbereitung. Während der vier Messetage herrschte in den Messehallen eine außergewöhnlich geschäftige und positive Atmosphäre.

Viele führende Unternehmen vertreten

Anbieter aus den Bereichen Maschinen und Ausrüstung für die Herstellung und Verarbeitung von Kunststoffen und Kautschuken, Roh- und Hilfsstoffe, Produkte aus Polymeren und Kautschuken sowie Dienstleistungen für die Kunststoff- und Kautschukindustrie präsentierten sich in Moskau. Viele führende Unternehmen der Branche, beispielsweise Arburg, Atlasmash, Borche Machinery, Diflex, Engel, Erema, Fanuc, Formotronik, Haitian Russia, Kautex, Lukoil-RNP-Trading, PJSC Sibur Holding, Reifenhäuser, R&P Polyplastic, Resinex, Solan-D, Tomra Recycling und Wittmann waren auf der Interplastica 2022 vertreten.

Stimmen von der Interplastica

Kalojan Iliev, Geschäftsführender Gesellschafter bei Erema Russland, resümiert: „Unsere Erwartungen an die Veranstaltung aufgrund der aktuellen Covid-Lage wurden übertroffen. Unser Stand war sehr gut besucht, wichtige Entscheidungsträger waren vor Ort.“

Auch der italienische Branchenverband Amaplast untermauert die hohe Fachkompetenz der Besucher: „Die Qualität der Kontakte waren ausgezeichnet. Die italienischen Unternehmen sind sehr zufrieden mit ihrer Teilnahme und werden auf jeden Fall auch im nächsten Jahr wieder an der interplastica teilnehmen“, so Eleonora Iula, Exhibition Department Project Manager.

Samuel Tevosyan, CEO Kautex Maschinenbau GmbH, Russland: „Wir haben viele interessante Gespräche geführt und unterstützen die interplastica voll und ganz. Russland ist ein sehr wichtiger Markt für uns und die interplastica eine der wichtigsten Plattformen.“

Sergey Zharov, Generaldirektor LLC, Reifenhäuser GmbH & Co.KG Maschinenfabrik: „Der Markt und die Kunden sind in Russland spürbar aktiv trotz Corona Pandemie. Wir hatten erfolgreiche Tage auf der interplastica. Die  Besucher hatten konkrete Vorstellungen, und es konnten gute neue Kontakte geknüpft werden.“

Thorsten Kühmann, Geschäftsführer des Fachverbandes Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA, konstatiert aus Sicht der deutschen Industrie: „Schon 2019 gingen die Exporte deutscher Kunststoff- und Gummimaschinen nach Russland im Vergleich zu den Vorjahren stark zurück. Nach einer kräftigen Aufwärtsbewegung im Jahr 2020 setzte dann in 2021 jedoch erneut ein Abwärtstrend ein. Damit ist der russische Markt aktuell zwar aus den Top 10 der wichtigsten Absatzländer herausgefallen, allerdings behält dieser riesige Markt auch zukünftig eine bedeutende Position. Die russischen Kunststoffverarbeiter schätzen die langjährigen Beziehungen zum deutschen Maschinenbau und das Qualitätsversprechen „Made in Germany“. Darüber hinaus sind die Maschinenbauer bei den Themen Recycling und Kreislaufwirtschaft – die auch in Russland enorm an Bedeutung gewinnen – sehr gut aufgestellt und können mit ihren Technologien gegenüber dem außereuropäischen Wettbewerb punkten.“

Infrastruktur im Bereich Abfallwirtschaft wird grundlegend modernisiert

Die Tatsache, dass Russland plant, seine Infrastruktur im Bereich Abfallwirtschaft in den nächsten Jahren grundlegend zu modernisieren, bescherte auch dem Ausstellungssegment Recycling Solutions, in dem sich Aussteller speziell mit Lösungen rund um die Wiederverwertung präsentierten, große Resonanz. Ebenso gefragt war das Segment Additive Minded, das sich der angewandten Wissenschaft und den additiven Technologien widmete.

Ein Highlight der Interplastica war zum wiederholten Mal die Polymer Plaza. Mit hochkarätigen Vorträgen und Diskussionen zur Rohstoffherstellung, -anwendung und -verarbeitung lieferte sie einen wertvollen Mehrwert für die Messebesucher.  Auch hier war der Thementag rund um Kreislaufwirtschaft und Recycling besonders gefragt.

sl

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