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Innoform und SKZ beleuchten umweltgerechte Verpackung

Anfang April veranstalten Innoform und das SKZ eine Tagung mit dem Thema "Umwelt- und umfeldgerechte Kunststoffverpackungen". Dabei sollen die Tatsachen dieses in der Öffentlichkeit meist hochemotional betrachteten Themas herausgearbeitet werden.

 - Biologisch abbaubare Verpackungen sind eine mögliche Lösung.
Biologisch abbaubare Verpackungen sind eine mögliche Lösung.
Christian Gahle / Nova-Institut

Sind Kunststoffverpackungen und Nachhaltigkeit ein Widerspruch? Können Kunststoffverpackungen nachhaltig sein? Die Veranstaltung will diese Frage positiv beantworten. Innoform veranstaltet in Kooperation mit dem Süddeutschen Kunststoffzentrum am 04./05. April 2017 die Tagung Umwelt- und umfeldgerechte Kunststoffverpackungen. Experten der verarbeitenden Folienindustrie, der Recycling- und Lebensmittelindustrie beleuchten das Spannungsfeld umwelt- und umfeldgerechter Kunststoffverpackungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Haben Packmittel eine moralische Dimension?

Zu dieser Fachtagung schreibt Innoform-Geschäftsführer Karsten Schröder seinem Inno-Letter "Verpackung ist böse – warum eigentlich?":"… Verpackungen sind zu sehr marketing- und vertriebsorientiert gestaltet. Es wird zu wenig Wert auf Ästhetik, Nutzen und Massenreduktion gelegt. Mehr noch – das Kreislaufdenken, welches in alle Industrien immer mehr Einzug hält, ist ausgerechnet im Verpackungsbereich noch weitgehend ein Fremdwort bzw. wird auf Recycling reduziert, was aber viel zu kurz greift."

Laut Innoform hat die Kunststoffverpackung einen schlechten Ruf. Umweltschützer sehen in Kunststoffverpackungen den Müllverursacher Nr. 1 und fordern verantwortlicheres Handeln. Doch wie sieht dieses aus? Die Anforderungen an Kunststoffverpackungen aus Sicht des Handels und des Konsumenten scheinen im Widerspruch zur Nachhaltigkeit zu stehen. Ist das wirklich so?

Vereinbarkeit von Produkt- und Umweltschutz

Die Kunststoffverpackung dient in erster Linie dem Produktschutz und beugt somit Lebensmittelverschwendung vor. Lebensmittel- und Plastikabfälle vermeiden und so die Lebensgrundlage sichern, das sind  wichtige Themen unserer Gesellschaft. Nachhaltigkeit, aber nicht nur Recycling rücken immer mehr in den Vordergrund bei Diskussionsrunden um Verpackungen. Das widerspricht jedoch nicht einer gesunden Packmittelwirtschaft.

Wie kann die Flexpack-Industrie diese Anforderungen umsetzen? Die Definition und Bewertung der Nachhaltigkeit nach sozialen, ökologischen und ökonomischen Kriterien ist Ausgangspunkt der Tagung: Verpackungen sind erst dann nachhaltig, wenn die eingesetzten Materialen und Prozesse die ökologischen Belastungsgrenzen unserer Erde nicht überschreiten. Andererseits müssen Produktschutz und Kundennutzen gewahrt bleiben und sogar verbessert werden: Es sind umfassende Bilanzierungen von Nöten, die teilweise vorliegen und teilweise noch entwickelt werden müssen.

Ist Mehrweg gescheitert?

So hat der Anteil an Einwegverpackungen stark zugenommen, während der Mehrweganteil rückläufig ist. Verpackungen werden entgegen der EU-Abfallrahmenlinie überwiegend verbrannt und nicht stofflich verwertet. Wo sind hier die Optimallösungen? Ist "Mehrweg" wirklich gescheitert oder doch in gewissen Marktsegmenten anzustreben? Wie kann mit Einwegverpackungen eine Kreislaufwirtschaft entstehen? Auch dazu wird es Beispiele in Würzburg geben.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit die Qualität der eingesetzten Rohstoffe über mehrere Lebenszyklen erhalten bleibt und die rezyclierbare Verpackung nicht zu Abfall, sondern zu Nährstoff wird und so Klima und Ressourcen geschont werden? Sprecher geben fundierte Antworten, aber auch Anlass zur Diskussion.

pl

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