Industrieroboter weiter auf dem Vormarsch

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Die neuen Ergebnisse des World Robotics Report sind da. Die Nachfrage nach Industrierobotern in der EU ist weiterhin hoch, Großbritannien fällt jedoch ab.

Innerhalb der EU stieg der Absatz von Industrie­robotern im vergangen Jahr um 12 %. Die Zahl der in Großbritannien neu installierten Industrie­roboter hingegen ist im gleichen Zeitraum um 3 % auf 2.306 Einheiten gefallen. Im Vorjahr war der Roboterabsatz noch um 31 % gestiegen. Dies geht aus den vorläufi­gen Ergebnissen des World Robotics Report 2019 hervor, der von der IFR veröffentlicht wurde.

Die Roboterdichte, aufgelistet nach Industrienationen für das Jahr 2017. Foto: IFR

Europa führt in Sachen Roboterdichte

Gemessen an der Roboterdichte nach Regionen hat Europa demzufolge mit 106 Industrierobotern pro 10.000 Beschäftigte das höchste Niveau in der Fertigungsindustrie weltweit. Deutschland hat aktuell den dritten Platz inne, Schweden folgt auf fünf, Dänemark auf sechs, Belgien auf neun und Italien auf zehn. Großbritannien liegt mit einer Dichte von 85 Einheiten weltweit auf Platz 22, was dem globalen Durchschnitt entspricht. Bereits 2017 hatte China Großbritannien bei der Roboterdichte überholt. Das Reich der Mitte liegt derzeit mit 97 Einheiten auf Platz 21.

Als einen der Gründe für die vom IFR genannten Zahlen für das Vereinigte Königreich sieht Mike Wilson, Vorsitzender der British Automation and Robot Association, kurz Bara, die in den letzten Jahren stockende Robototerautomatisierung in sämtlichen Fertigungssektoren außerhalb der Auto­mobilindustrie. „Jahrelang zog Großbritannien ausländische Arbeitnehmer an und Unternehmen zogen es vor, Menschen einzustellen, anstatt in Investitionsgüter zu investieren“, wie Wilson betont. Mit der Entscheidung Großbritanniens, die EU zu verlas­sen, wird es für Unternehmen deutlich schwieriger, Arbeitskräfte­ aus Übersee anzuziehen und den Beschäftigungsgrad auf einem hohen Niveau zu halten. Um dem entgegenzuwirken, sei die Roboter­automatisierung eine naheliegende­ Lösung, wie Wilson betont.

db

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