IML auch für flexible Materialien

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Fischer Automotive Systems produziert im In-Mould- Labeling-Verfahren (IML) elastisch verformbare Bauteile für die Großserie.

Es handelt sich um Cupholder mit dekorierten Rollo-Abdeckungen. Diese kommen in Limousinen des größten chinesischen Automobilherstellers SAIC zum Einsatz. Mit dieser innovativen Fertigungstechnologie bietet das Unternehmen aus dem Schwarzwald ganz neue Möglichkeiten in der Gestaltung des Fahrzeuginnenraums.

Die Rollos, die als formschöne Abdeckung des Cupholders in den Sport Utility Vehicles (SUVs) von SAIC zum Einsatz kommen, sind flexibel in ihrer Form und dennoch im hierfür untypischen In-Mould-Labeling-Verfahren (IML) gefertigt. Diese Spritzgießtechnologie wird normalerweise nur bei statischen Teilen angewendet. Eine spezielle Materialentwicklung ermöglicht es Fischer jedoch, auch flexible Teile mit diesem Verfahren herzustellen.

Beim In-Mould-Labeling-Verfahren werden Labels, mit Dekor und Oberflächenschutz bedruckte Kunststofffolien, in das Spritzgießwerkzeug eingelegt. Durch Anlegen eines Vakuums werden die Folien fixiert und anschließend mit Kunststoff hinterspritzt. Die Trägerfolien sind dabei exakt auf den Kunststoff abgestimmt. Sie verschweißen mittels Wärme und Druck mit der eingebrachten Kunststoffschmelze zu einem Endprodukt.

IML bietet viele Vorteile: Der Herstellprozess ist schlank, die Ergebnisse qualitativ hochwertig und flexibel in der Handhabung. In kürzester Zeit können verschiedene Dekore verarbeitet werden.

Konzipiert wurden Rollo-Abdeckungen im Entwicklungszentrum bei Fischer Automotive Systems am Hauptsitz in Horb am Neckar. Gefertigt werden sie im chinesischen Werk in Taicang. Dort wurde im Sommer ein neues Produktionswerk eröffnet. Von Taicang aus werden die Teile direkt an das Montageband bei SAIC geliefert.

SAIC Motor ist der mit Abstand größte Automobilhersteller in China mit 6,93 Millionen verkauften Automobilen im vergangenen Jahr.

sk

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