Hybridmaschine kann große Teile 3D-drucken und besäumen

Mit der neuen Hybridmaschine können in einem 1.800 x 2.200 mm x 800 mm großen Bauraum Kunststoffteile 3D-gedruckt und und im Anschluss besäumt werden. Foto: CMS

Für die Herstellung großer Bauteile hat CMS Advanced Materials Technology für Swissplast ein Hybridsystem aus CNC-Fräsmaschine und 3D-Drucker realisiert.

Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft der Swissplast Group mit der italienischen CMS SpA und CMS Deutschland wollen die Unternehmen künftig mit einem Hybridsystem aus Fräsmaschine und 3D-Drucker große Kunststoffteile herstellen.

Unterstützung durch die Fraunhofer Gesellschaft

CMS Advanced Materials Technology – eine Marke von CMS SpA, einem Unternehmen der SCM-Gruppe  – ist führend bei CNC-Maschinen für die Verbundwerkstoffverarbeitung und hat mit der renommierten deutschen Fraunhofer Gesellschaft die Entwicklung Hybrid-Maschine vorangetrieben. Dabei ist ein System zum Large Format Additive Manufacturing – LFAM – mit einem Bauraum von 1.800 x 2.200 mm x 800 mm entstanden. Wie CMS erklärt, eine „einzigartige Lösung zur vollständigen Integration einer Werkzeugmaschine und eines großformatigen 3D-Druckers.“

3D-Drucken und besäumen in einem System

Für den 3D-Druck großer Kunststoffteile hat CMS in eine CNC-Werkzeugmaschine einen Druckkopf zum Screw Extrusion Additive Manufacturing integriert. Foto: CMS

Damit können in der gleichen Maschine 3D Produkte hergestellt und im Anschluss besäumt werden – eine Weltneuheit, so CMS. Die erste Hybrid-Maschine im deutschsprachigen Raum wird im April 2022 an die Swissplast Group ausgeliefert, die damit ihr Spektrum um die Additive Fertigung sehr großer Kunststoffteile erweitert.

Als additive Fertigungstechnologie kommt das Screw Extrusion Additive Manufacturing (SEAM) zum Einsatz, bei dem Granulat aus thermoplastischen Polymeren verarbeitet wird. Getestete Materialien, verstärkt mit Kohlenstoff oder Glasfasern, sind PA, PP, PESU, PEI, PET, ABS and Airtech Dahltram.

Swissplast erweitert Spektrum

„Innovation ist eines unserer obersten Ziele“, erklärt Barac S. Bieri, Inhaber der Swissplast Group. „Seit Jahren beobachten wir den Markt aufmerksam. Mit der hybriden Maschine, welche großvolumige Teile bis zu 1800 x 2.200 mm x 800 mm drucken kann, haben wir nun endlich die lange erwartete Innovation im Hause. Ich bin stolz, dass wir im Kunststoff-Markt als Pioniere eine erneute Vorreiterrolle einnehmen.“

Die Swissplast Group ist ein inhabergeführtes Unternehmen, das sich mit Produktionen in der Schweiz und in Deutschland auf außergewöhnliche Kunststoffteile spezialisiert hat. Die Gruppe konzentriert sich vorwiegend auf das Thermoformen hochwertiger, technisch anspruchsvoller Kunststoffe. Swissplast legt dabei größten Wert auf die Zufriedenheit der Kunden, einwandfreie Produkte, nachhaltige Wirtschaftlichkeit sowie neueste Technologien und Materialien.

CMS auf maßgeschneiderte Lösungen spezialisiert

CMS SpA produziert Maschinen und Anlagen für die Bearbeitung von Verbund- und Kohlefaserwerkstoffen, Aluminium, Leichtmetallen, Kunststoffen, Glas, Steinen und Metallen. Das Unternehmen wurde 1969 von Pietro Aceti mit dem Ziel gegründet, den Kunden maßgeschneiderte und hochmoderne Lösungen anzubieten, die auf einem außerordentlichen Verständnis ihrer Produktionsanforderungen basieren. Das stetige Wachstum von CMS in den einzelnen Bereichen entspringt bedeutenden technologischen Innovationen und geht einher mit umfangreichen Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie Übernahmen von Premiumunternehmen.

Die CMS Deutschland GmbH vertritt die CMS SpA im deutschsprachigen Raum. Sieben Techniker mit langjähriger Berufserfahrung übernehmen Service, Schulung und Inbetriebnahme und stehen als technische Hotline bei Problemfällen zur Verfügung.

gk

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