Foto: Mold-Masters
Dieser 700 g schwere Eimer, hergestellt im Co-Injektionsverfahren, enthält 50 % Post-Consumer-Rezyklat als Kernschicht.

Kreislaufwirtschaft

Höherer Rezyklat-Anteil durch Co-Injektion

Mit der Co-Injektionstechnologie von Mold-Masters lassen sich Kunststoffteile mit einem sehr hohen Rezyklat-Anteil als Kernschicht herstellen.

Mit der Co-Injektionstechnologie von Mold-Masters lassen sich Kunststoffteile mit einem sehr hohen Rezyklat-Anteil als Kernschicht herstellen.

Die Co-Injektionstechnologie ermöglicht die Kombination zweier unterschiedlicher Kunststoffe zu einem aus drei Lagen bestehenden Bauteil; dabei besteht eine Kernschicht aus einem Post-Consumer-Rezyklat (PCR). Diese kann bis zu 50 % des Gesamtgewichts des Teils ausmachen – ohne die Qualität des Teils oder die Zykluszeit zu beeinträchtigen. Kürzlich hat Mold-Masters ein 2-Kavitäten-Co-Injektionssystem zur Herstellung von 20-Liter-Eimern umgesetzt. Jeder dieser 700 g schweren Eimer enthielt 50 % recyceltes Material als Kernschicht.

Diese nachhaltige Lösung hat das Potenzial, erhebliche Einsparungen für den Spritzgießer zu erwirtschaften basierend auf den aktuellen Preisen, indem im Vergleich zu herkömmlichen einschichtigen Eimern der Einsatz von Neumaterial und Titandioxid als Pigment reduziert wird.

Co-Injektionstechnologie wurde 2015 eingeführt

Die Co-Injektionstechnologie hat Mold-Masters 2015 eingeführt. Dabei lässt sich über die Steuerung die Verteilung und Dicke der Kernschicht präzise kontrollieren. Dadurch kann laut Hersteller mit der Technologie ein höherer PCR-Anteil in den Kern injiziert werden als mit Wettbewerbssystemen.

Durch die einheitliche Kontrolle der Schmelzefront der Kernschicht kann Mold-Masters eine gleichmäßigere und vollständigere Kernfüllung erreichen. Die patentierte Fold-over-Fähigkeit ermöglicht es, den höchsten Kernanteil zu erreichen und eine gleichmäßige Verteilung und vollständige Abdeckung der PCR-Kunststoffe zu gewährleisten.

Rezyklat-Kernschicht lässt sich gezielt positionieren

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, die Kernschicht dort zu positionieren, wo man sie haben will. Bei Verpackungsanwendungen ziehen es die Kunden beispielsweise vor, den PCR-Kern von der Einspritzstelle fernzuhalten, um Spannungen zu vermeiden, die Sprödigkeit verursachen können und einen Einfluss des Falltest nach sich ziehen können.

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Bei der Co-Injektionstechnologie wird außerdem die Zykluszeit nicht beeinträchtigt und vorhandene Werkzeuge können verwendet werden. Es kann eine Vielzahl von Materialien kombiniert werden, wobei Materialien mit ähnlichen Schmelztemperaturen ideal für die Kompatibilität sind. Bei vielen Anwendungen wird das gleiche Material verwendet – zum Beispiel 50 % neues HDPE, 50 % PCR-HDPE. Die thermisch isolierten Heißkanalverteiler ermöglichen es jedoch auch, zwei thermisch unterschiedliche Kunststoffe zu kombinieren.

sk