High Speed Extrusion macht 3D-Druck schneller

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Beispiellose Festigkeit, Geschwindigkeit und Skalierbarkeit verspricht Essentium für die auf der Formnext gezeigte High Speed Extrusion 3D-Druck-Plattform.

Essentium, nach eigener Aussage ein führender Anbieter von 3D-Drucktechnologie für die additive Fertigung, präsentiert auf der Formnext seine Essentium High Speed Extrusion (HSE) Plattform vor. Wie Essentium kurz vor Messebeginn mittteilte, wurde „das zukunftsweisende 3D-Drucksystem entwickelt, um die Fertigung zu verändern, indem die Herausforderungen bei Festigkeit, Geschwindigkeit und Skalierbarkeit ein für alle Mal gelöst werden“.

Essentium hat eine unabhängige Umfrage unter industriellen Nutzern von 3D-Druck durchführen lassen. Dabei wurden die wichtigsten Hindernisse für die additive Fertigung in der Industrie untersucht. Auf die Frage nach den Hindernisfaktoren für die Einführung von großformatigem 3D-Druck, nannten 77 % der Befragten die hohen Kosten für die 3D-Drucktechnologie und die Materialien, 34 % die mangelnde Skalierbarkeit und 31 % die Unzuverlässigkeit der Druckerzeugnisse als die drei wichtigsten Gründe.

Wie Essentium erklärte, adressiert die neue HSE-Plattform genau diese Faktoren. 80 % der Befragten glauben, dass die Fertigungsindustrie durch eine ausgereifte 3D-Drucktechnologie Milliarden von Dollar an Produktionskosten einsparen wird. Dies zeigt das Ausmaß des kommerziellen Potenzials, das die Essentium HSE-Plattform erschließen wird.

„Mit der neuen Essentium HSE-Plattform können Unternehmen nun die Leistungsfähigkeit des 3D-Drucks in größeren Formaten ohne Einbußen bei Genauigkeit und Geschwindigkeit nutzen. Darüber hinaus erwarten sie uneingeschränkte Umsetzungsmöglichkeiten, ungehinderte Gestaltungsmöglichkeiten und beispiellose Kostenvorteile,“ so das Unternehmen.

Festigkeit ähnlich zu Spritzgießteilen

Als erstes wichtiges Unterscheidungsmerkmal nennt Essentium die Festigkeit. So kann die Plattform insbesondere Materialien drucken, die ähnliche Eigenschaften wie Teile im Spritzgussverfahren aufweisen.

In der Vergangenheit war der 3D-Druck aufgrund der mangelnden Haftung zwischen den Bindungsstrukturen der einzelnen Schichten nur eingeschränkt in der Lage, sein volles Potenzial auszuschöpfen. Mit der FlashFuse-Technologie gehört dieses Problem nach Überzeugung von Essentium der Vergangenheit an. FlashFuse nutzt eine Plasma-Wärmequelle, um Strom durch ein Netzwerk von Kohlenstoff-Nanoröhren zu leiten, die in die Ultrafuse-Materialien von Essentium integriert sind. Dadurch wird jede Schicht beim Aufbringen verschweißt und so eine festere Verbindung geschaffen, wodurch eine Zugfestigkeit von thermoplastischen Spritzgussteilen erreicht wird.

10-mal schneller als herkömmliche Fused Filament Fabrication (FFF)-Drucker

Der zweite entscheidende Vorteil ist für Essentium die Geschwindigkeit. Traditionelle Extrusions-3D-Druckverfahren sind meist sehr langsam und benötigen Stunden, um eine relativ einfache Geometrie zu erzeugen - und Tage, um ein komplexes Design zu erstellen. Die HSE-Plattform hat diese Barriere in Angriff genommen und druckt nach Erfahrung von Essentium Teile 10-mal schneller als herkömmliche Fused Filament Fabrication (FFF)-Drucker, indem sie ein Extrudersystem mit hohem Drehmoment sowie Linearmotoren verwendet.

Maßstabsgetreue Bauteile

Der dritte Vorteil ist die Skalierbarkeit, insbesondere bei Großserien. Seit Jahrzehnten steht der 3D-Druck für das Versprechen, mehr als nur Prototypen zu bauen und Teile maßstabsgetreu herzustellen. Aber – so Essentium – dieses Versprechen wurde weitgehend nicht gehalten – bis jetzt.

Die Kunden von Essentium können die HSE-Plattform in ihren Fertigungsstätten wie eine neue Spritzguss- oder CNC-Maschine einsetzen und in die Fertigung integrieren. Ein Essentium-Kunde verkürzte seine Werkzeugstandzeit um 90 % und erzielte 60 % Kosteneinsparungen gegenüber anderen 3D-Druckverfahren mit Extrusionsverfahren.

Die HSE 180-S Plattform ist ab sofort für den kommerziellen Einsatz verfügbar und wird 2019 ausgeliefert.

gk

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