Hermetisch sicher vor Korrosionsschutz

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Methoden und Lösungen für System- und Korrosionsschutz in Kühl- und Temperierwasser sind in der Regel komplex. Konstante Wasserqualität erfordert einen Mix der technischen Einsatzmittel.

"Wasser ist ein aktives Medium", sagt Jens Pannenborg, Geschäftsführer der Elmak Wassertechnik GmbH, Troisdorf. Wer sich mit den chemischen und physikalischen Besonderheiten von Wasser auseinandersetze, erkenne recht schnell, dass sich dieses Medium unter unkontrollierten Bedingungen sicher nicht neutral verhalte, etwa in Kühlsystemen oder in der Werkzeugtemperierung.

"Wenn wir Wasser technisch einsetzen wollen, müssen wir es möglichst konstant halten", plädiert Pannenborg daher. Er rät daher in der Regel zu hermetischen Systemen und dem Einsatz von Korrosionsschutzmitteln sowie dem Einsatz von Vakuum-Entgasern zusammen mit Tiefenfiltern. Elmak berät den Anwender bis hin zum stufenweisen Aufbau kompletter integrierter Systeme. "Mit der schrittweisen Einführung solcher Systeme geht letztlich der Chemieverbrauch in der Wasserbehandlung im Jahr gegen Null", berichtet Pannenborg aus seiner Erfahrung.

Extreme Bedingungen in Temperierkreisläufen

In der Kälte- und Wärmetechnik gibt es kaum eine Anwendung, in der Wasser so extremen Bedingungen ausgesetzt ist, wie in Temperierkreisläufen. Es summieren sich die Bedingungen, die für das Verhalten von Wasser nachteilig sind: In schneller Folge wechselnde Temperaturen, ständige Zufuhr von Sauerstoff und Kohlensäure, die nicht als CO2 ausgasen kann, eine Vielfalt von Materialien und Abbauprodukten mit starken elektrochemischen Potenzialunterschieden, intensive mechanische Belastung durch Pumpen und Jeteffekte in engen Querschnitten, geringer oder kein Austrag von Schlämmen. Hinzu kommen die üblichen chemischen Reinigungsspülungen, die bestehenden Schutzschichten immer wieder abbeizen, so dass blankes Metall dem folgenden Korrosionsangriff ausgesetzt ist.

gr

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