Hahn Group: Automatisierung aus einer Hand

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Mit Wemo, Geku und Waldorf Technik zeigte die Hahn Group wieder die volle Bandbreite an Automatisierungslösungen auf der Fakuma.

Im Verbund mit den Marken Wemo, Geku und Waldorf Technik vereint die Hahn Unternehmensgruppe ein Netzwerk aus spezialisierten Unternehmen für industrielle Automatisierungs- und Roboterlösungen. Vom Know-how der Gruppe profitieren dabei auch die vielfältigen Industriebereiche, deren Schwerpunkte besonders im Kunststoffbereich liegen. Egal ob in den Bereichen Automotive, Konsumgüter, Elektronik oder Medizintechnik, in der Unternehmensphilosophie der Gruppe spielt Kunststoff seit jeher eine zentrale Rolle. Davon überzeugen konnten sich Messebesucher auch in diesem Jahr wieder.

Das 250 E-Line Modell von Wemo kann bis zu 25 kg befördern und bietet sich für mittelgroße Maschinen zwischen 5.000 und 10.000 kN an. Foto: K-ZEITUNG/Bechlarz

Wemo Automation, mit Hauptsitz im schwedischen Värnamo, stellte etwa die neuen E-Line-Linearroboter-Serie vor. Diese basiert auf der bewährten X-Line-Serie. Das 250 E-Line-Modell kann dabei bis zu 25 kg befördern und bietet sich für mittelgroße Maschinen zwischen 5.000 und 10.000 kN an. Erstmals zu sehen war auch der X‑Packer von Wemo: Dabei handelt es sich um eine Robotereinheit mit Zuführförderband und integrierter Sicherung, welche direkt hinter dem abführenden Förderband der Spritzgießmaschine oder an eine zentralisierte Logistik­abteilung angeschlossen werden kann. Ein Sauggreifer ermittelt dabei die Größe des zu handhabenden Behälters und nutzt den geeigneten Vakuumkreis für die jeweilige Oberflächenstruktur.

Vollautomatisiert und patentiert

Waldorf Technik, Spezialist für die Automation im Spritzgieß­bereich, stellte auf seinem Messestand die vollautomatische Herstellung von Pipettenspitzen in den Vordergrund. Die gezeigte Vario Tip-Anlage war speziell für das Entnehmen von Pipettenspitzen aus einer Spritzgießanlage ausgelegt. Die Besonderheit daran: „Die Pipettenspitzenkavitäten sind genau sortiert. Damit lässt sich auch sehr gut nachvollziehen, aus welcher Kavi­tät die jeweilige Spitze stammt – ein großer Vorteil bei etwaigen Qualitätsschwankungen“, erklärte Armin Auer, Geschäftsführer von Waldorf Technik. Das Unternehmen ist weltweit alleiniger Anbieter dieser Art von System und hat sich dieses auch entsprechend patentieren lassen.

Die Vario Tip-Anlage von Waldorf Technik ist speziell für das Entnehmen von Pipettenspitzen aus einer Spritzgießanlage ausgelegt. Auch ein Cobot ist dabei miteingebunden. Foto: K-ZEITUNG/Bechlarz

Die vorhandenen Kompetenzen innerhalb der Hahn Group ermöglichen auch vielschichtige Synergieeffekte für Wemo, Geku und auch Waldorf Technik: „Technologien, die die Kollegen von Wemo oder Geku bereits realisiert haben können wir für unseren Bereich, in unseren Anwendungen einsetzen beziehungsweise darauf aufbauen“, betonte Auer. So hat Waldorf Technik etwa auch Zugriff auf „Technologien, die beispielsweise bereits in der Auto­mobilindustrie gängig sind – und umgekehrt genauso“. Als Teil der Hahn Group präsentierte auch Geku seine Kompetenzen bei Automations- und Handhabungslösungen für Industrie und Fahrzeugelektronik.

Flexibles Handling am Werkzeug

Vor Ort zu sehen war dabei eine Einlege- und Entnahmeaufgabe, welche das Handling an einer Spritzgieß­maschine und deren Werkzeug demonstrierte – das sogenannte End-of-arm-tooling. Der Roboter legt dabei Kontakte oder Buchsen in das Werkzeug ein und entnimmt das fertige Bauteil anschließend wieder. „Damit sollen die Komplexitätsgrade der Produkte demonstriert werden, welche auf unseren Anlagen automatisiert gefertigt werden – gerade bei der Herstellung von hybriden Bauteilen, etwa im Bereich der Fahrzeug­elektronik“, erklärte Cord Rodenberg, Vertriebsleiter bei Geku. In der Automation geht der Trend vermehrt hin zu flexibleren Losgrößen, davon weiß auch Rodenberg zu berichten: „In der Vergangenheit war es meist so, dass meh­rere Anlagen für die Herstellung eines Produkts benötigt wurden, heutzutage werden die Anlagen deutlich flexibler. Innerhalb der Anlagen kommen beispielsweise auch Konzepte hinsichtlich moderner Werkzeugschnellwechselsysteme zum Einsatz.“ Die Philosophie bei Geku ist dabei klar definiert: „Wir müssen es dem Bediener so einfach wie möglich machen, die Produkte schnell und flexibel zu wechseln.“

Auch Geku profitiert natürlich von der gebündelten Kompetenz der Hahn Group. Die daraus resultierenden Synergieeffekte, auch für Geku, beschreibt Rodenberg wie folgt: „Für uns ist das sehr praktisch, keinem Kunden sagen zu müssen, dass wir das Portfolio, welches der Kunde haben möchte, nicht abbilden können. Gerade in unserem Bereich, in welchem der Automatisierungsgrad der Anlagen sehr hoch ist, sind wir von Geku beispielsweise für reine Pick-and-Place-Anwendungen, wie sie Wemo anbietet, zu overengineered – somit ergänzt Wemo uns in diesem Bereich. Wir können den Kunden in jeglichen Bereichen der Automation Lösungen anbieten und dann dort vermitteln. Auch Waldorf Technik ist für Geku wichtig: Für uns wäre im Medizin- und Pharmabereich die Einstiegshürde einfach zu hoch. Jeder ist in seinem Bereich spezialisiert und so können wir etwa auf Technologien oder Komponenten des anderen zugreifen.“ Neben dem Auftritt der drei auf die Kunststoffindustrie spezialisierten Unternehmen Geku, Wemo und Waldorf Technik ergänzte die Hahn Group ihr Portfolio in Roboterlösungen durch die Hahn Robotics, die Hahn Robshare und Rethink Robotics. So konnten die Besucher der Fakuma­ das Angebot der kollaborativen Roboter erleben und mehr über das Vermietungskonzept der Hahn Robshare erfahren.

db

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