Haben bei Hahn Automation Tests für ein 5G-Campunsnetzwerk durchgeführt: Hendrik Solscheid (Leiter Digitruck), Martin Sulzbacher (Teamleader Research & Development Hahn Automation), Artur Kammerloch (Bachelorand Hochschule Koblenz) und Felix Bott (Product Manager Hahn Automation).
Foto: Adrian Gšdde
Haben bei Hahn Automation Tests für ein 5G-Campunsnetzwerk durchgeführt: Hendrik Solscheid (Leiter Digitruck), Martin Sulzbacher (Teamleader Research & Development Hahn Automation), Artur Kammerloch (Bachelorand Hochschule Koblenz) und Felix Bott (Product Manager Hahn Automation).

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Hahn Automation: Tests für 5G-Campunsnetzwerk

Bei Hahn Automation in Rheinböllen hat die Hochschule Koblenz Tests für ein 5G-Campunsnetzwerk durchgeführt.

„Der Mobilfunkstandard 5G ermöglicht im Campunsnetzwerk die Digitalisierung von Geschäftsprozessen voranzutreiben und Maschinen, Sensoren und Fahrzeuge mobil zu vernetzen – im Produktionsprozess, in der Logistik oder der Automatisierung. Hahn Automation ist als Sondermaschinenbauer der perfekte Partner, um die Anwendung des 5G-Standards zur Realisierung eines lokalen privaten drahtlosen Netzwerks in diesem Bereich zu untersuchen“, erläutert Professor Wolfgang Kiess vom Fachbereich Ingenieurwesen und Betreuer der Bachelorarbeit von Artur Kammerloch, Student der Informationstechnik, zum Thema „5G Schnittstelle an einer automatisierten Produktionsanlage“

Für den Studenten ist der aufwändige Versuchsaufbau bei Hahn Automation die Grundlage für die weitere Arbeit an der Bachelorarbeit: „Wir haben das Lager und die Montagehallen von Hahn Automation ausgeleuchtet und die Verfügbarkeit der 5G-Verbindung an unterschiedlichen Positionen gemessen, damit ein konkretes Konzept für ein 5G-Campusnetz ausgearbeitet werden kann“, so Kammerloch.

5G-Core bleibt an der Hochschule

Begleitet wurde Kammerloch vom Kompetenzzentrum digitale Technologien Mittelstand für die Region Mittelrhein-Westerwald (Digimit 2). „Im Rahmen der Bachelorthesis haben wir den 5G-Demonstrator des Digittrucks erstmals bei einem Unternehmen angewendet“, berichtet Hendrik Solscheid, Leiter des Digitrucks. Beim 5G-Demonstrator erfolgt die Kommunikation der 5G-Zelle vor Ort mit dem 5G-Core im IOT-Lab der Hochschule Koblenz verschlüsselt über eine VPN-Verbindung durch das öffentliche Mobilfunknetz. „Mit diesem Setup belassen wir den komplexen und schweren 5G-Core an der Hochschule, wir müssen nur eine einzelne Zelle von der Größe eines handelsüblichen WLAN-Accesspoints mit in die Unternehmen bringen und können damit im Handumdrehen ein vollwertiges 5G-Campusnetz aufbauen“, so Kiess.

Campunsnetzwerk lässt sich mit nur vier 5G-Zellen aufbauen

Die ersten Skizzen für den Aufbau eines 5G-Campusnetzwerks beinhalteten zehn 5G-Zellen. „Ich war erstaunt, mit wie wenig Zellen sich eine solche Produktionshalle abdecken lässt. Bei der großen Anzahl an automatisierten Produktionsanlagen, die in den Hallen stehen, bin ich von weitaus größerer Anzahl an 5G-Zellen für das 5G-Campusnetzwerk ausgegangen", erklärt Kammerloch nach den ersten Ergebnissen der Messungen. Nach den Messungen ist klar, dass sich das 5G-Campusnetzwerk mit nur vier 5G Zellen realisieren lässt. Dank des Demonstrators ist somit für Hahn Automation eine Grundlage an Daten geschaffen, mit der sich ein hauseigenes 5G-Campusnetzwerk planen lässt. sk