Großes Potential für das PE-Recycling

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Plastics Recyclers Europe hat Engpässe im Recycling von Polyethylen identifiziert und zeigt in einem Paper Lösungen auf.

PE-LD und PE-LLD ist mit rund 9 Mio. t pro Jahr der am zweithäufigsten verarbeitete Kunststoff in der EU. Bei diesen Mengen ergibt sich ein hohes Recyclingpotenzial, so der europäische Verband der Kunststoffrecycler Plastics Recyclers Europe (PRE). Die heutige Recyclingquote von niederdichtem PE liege jedoch nur bei rund 31 %. Dabei wären höhere Quoten durchaus möglich, so PRE. Als besonder problematisch werden im Allgemeinen Folienabfälle angesehen. "Kunststofffolienabfälle werden immer noch als schwer zu behandelnder Stoffstrom wahrgenommen, aber in Europa haben wir bewiesen, dass auch Stretchfolienrecycling möglich ist. Um jedoch die zusätzlichen Mengen aus der Post-Consumer-Verpackung zu erfassen, brauchen wir ein starkes Engagement der Wertschöpfungskette, um darauf hinzuarbeiten, dieses Material vollständig nachhaltig zu machen", sagte Ton Emans, Plastics Recyclers Europe, President.

PRE-Präsident Ton Emans. Foto: PRE

In dem Papier werden als Hauptschwierigkeiten niedrige Sammelquoten und eine niedrige Qualität der Einsatzstoffe genannt, außerdem sei das Design der Produkte oft nicht auf ihr Recycling ausgelegt und die Reclingtechnologien müssen weiter entwickelt werden. der Verband fordert, auf EU-Ebene harmonisierte Sammel- und Sortiervorgänge einzuführen werden, um sowohl die Menge als auch die Qualität der gesammelten Abfälle zu erhöhen.

Recyclinggerechtes Design entscheidet

Explizit verweit PRE auf die Notwendigkeit, das Design for Recycling möglichst umfassend umzusetzen. Die Auslegung und Konstrultion einer Verpacking bestimme nämlich wesentlich über ihrer Recyclingfähigkeit. Die Bemühungen der Branche müssen durch einen angemessenen Rechtsrahmen, der die Voraussetzungen für eine weitere Expansion schafft, weiter verstärkt werden. Die Mitgliedstaaten und Regionen müssen auch die EU-Rechtsvorschriften detailliert umsetzen.

Die neuen legislativen Maßnahmen, die mit dem überarbeiteten Abfallpaket, der Kunststoffstrategie und der Einwegrichtlinie eingeführt wurden, verpflichten die Industrie, unverzüglich und entschlossene Schritte bei der Herstellung und Entsorgung von Kunststoffverpackungen zu unternehmen. Es ist unerlässlich, Möglichkeiten zur Erhöhung der Sammelquoten, zur Erhöhung der Abfallqualität sowie zur Umleitung und Bewertung des Potenzials des derzeit deponierten oder verbrannten Materials zu untersuchen. Die neuen Ziele können nur erreicht werden, wenn die wichtigsten Engpässe beseitigt und Lösungen für sie erarbeitet werden. Es ist ein Muss, auf sichere, leichte und funktionelle Verpackungen hinzuarbeiten und gleichzeitig die Recyclingfähigkeit am Ende ihrer Lebensdauer zu gewährleisten. Diese Arbeit muss darauf ausgerichtet sein, das Recycling von flexiblen Verpackungen voranzutreiben, um die Umweltbilanz und die globale Nachhaltigkeit von flexiblen Verpackungen weiter zu verbessern.

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