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Groß in kleinen Losgrößen

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Ist dieser Spagat für einen Hersteller in Deutschland überhaupt wirtschaftlich abbildbar? "Ja, das ist möglich", sagt Martin Zapf, Produktionsleiter bei der Gebr. Faller GmbH, "und zwar dadurch, dass wir Serienproduktion und Individualisierung unter einen Hut gebracht haben – etwa indem wir die Auslastung der Spritzgießmaschinen mit Hilfe von IT und durch die Reduzierung von Rüstzeiten optimieren – und gleichzeitig moderne Fertigungsmethoden wie Digitaldruck und 3D-Druck nutzen. Auch ein hochgradig modular aufgebautes Werkzeugkonzept trägt dazu bei."

Spritzgießen ist das Kerngeschäft von Faller. Das Familienunternehmen aus dem Schwarzwaldort Gütenbach, das im vergangenen Herbst sein 70-jähriges Bestehen feierte, ist vor allem bekannt für sein Modelleisenbahn-Zubehör: Die Gebäudebausätze und das passende Zubehör machen Modelleisenbahnen von Märklin, Fleischmann und Co. erst zu Erlebniswelten. 1954 kam der erste Faller-Bausatz komplett aus Kunststoff auf den Markt. Heute umfasst das Sortiment mehr als 1.500 Modellbauartikel, von denen das Gros in Gütenbach auf Spritzgießmaschinen gefertigt wird. 80 % der Wertschöpfungskette macht das Spritzgießen bei Faller aus.

"Hersteller aus Fernost benötigen einen viel längeren Vorlauf, nicht nur wegen des längeren Transportwegs. Schnelligkeit und Flexibilität sind letztlich unser großer Vorteil im Markt, die wir gegen Konkurrenz etwa aus Fernost ausspielen können", sagt Zapf. "Dafür müssen wir aber die Möglichkeiten moderner Technologien nutzen, um die Effizienz in der Fertigung zu steigern."

Die Qualität der Produkte bemisst sich nach seiner Darstellung vor allem an der Präzision und Passgenauigkeit der einzelnen Bauteile, die Hobbybastler und Modellbauprofis etwa zu Bahnhöfen, traditionellen Bauernhäusern oder modernen Feuerwachen oder Supermärkten zusammensetzen. "Wir sind mit dem klassischen Modellbau zwar nicht im Präzisionsspritzguss unterwegs, doch legen wir Wert auf eine gewisse Maßhaltigkeit der Bauteile in einem Bausatz", so Zapf.

Martin Zapf, Produktionsleiter (rechts) und Martin Buchholz, Abteilungsleiter der Spritzerei, setzen seit sieben Jahren auf hybride Hidrive-Maschinen von Arburg – vor allem wegen der hohen Einspritzgeschwindigkeit.

14 Spritzgießmaschinen hat Faller insgesamt im Einsatz mit Schließkräften zwischen 250 und 1300 kN. Haupt-Werkstoff ist Polystyrol (PS). "Mit vollelektrischen Spritzgießmaschinen haben wir vor diesem Hintergrund nicht so gute Erfahrungen gemacht", sagt Martin Buchholz, Abteilungsleiter der Spritzerei. "Wir haben viele dünnwandige Bauteile, zum Teil mit Aussparungen – und hier reichen Einspritzdruck und -geschwindigkeit der vollelektrischen Maschinen einfach nicht aus." Als vor ein paar Jahren eine neue Spritzgießmaschine angeschafft werden musste, entschied man sich daher für eine hybride Hidrive-Maschine von Arburg mit hydraulischer Einspritz- und elektrischer Auswerferseite. Mittlerweile sind es sechs Maschinen dieser Allrounder-Baureihe geworden. "Damit können wir prozesssicher Bausätze mit Toleranzen bis in den 100stel-Millimeter-Bereich fertigen", so Buchholz.

Lesen Sie die vollständige Faller-Story im Spielwaren-Special in der Ausgabe 05/2016 der K-ZEITUNG.

sk

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