Greifer und Deckelschließanlage plug-and-play

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Im globalen Wettbewerb setzen auch Verarbeiter in Südafrika auf Automatisierung. Im Zuge dessen automatisierte Bowler Plastics zwei Arburg-Spritzgießmaschinen und beendet so das manuelle Verschließen von Verschlusskappen aus Kunststoff für Lebensmittel- oder Kosmetikflaschen.

Dank der Greifersysteme und des Deckelschließautomaten von Gimatic gehört die monotone, arbeitsintensive Tätigkeit, nämlich das erste manuelle Verschließen der Kunststoffverschlusskappen noch im warmen Zustand direkt im Anschluss an die Spritzgießfertigung, jetzt der Vergangenheit an. Dabei ist nicht einmal ein Jahr vergangen, nachdem Arburg eine Anfrage für eine Kundenanwendung der südafrikanischen Bowler Plastics (Pty) Ltd. aus Kapstadt bei der Gimatic Vertrieb GmbH in Hechingen stellte.

Das 1972 gegründete Unternehmen startete mit einer Arburg-Maschine die Produktion von Plastikteilen. Heute erzeugt Bowler Metcalf als Gruppe mit circa 800 Mitarbeitern in vier Einzelunternehmen über 500 Mio. Teile pro Jahr unter anderem per Spritzgießtechnik, Seidensiebdruck, Digitaldruck oder Schlauchextrusion für über 200 Kunden. In der diskutierten Anwendung hatte bisher ein Maschinenbediener ohne Unterlass die von der Spritzgießmaschine ausgeworfenen Verschlusskappen (Fliptops) von Hand geschlossen. Jeweils vier Deckel kommen gleichzeitig aus der Maschine mit einer Taktzeit von 13 Sekunden. Sechs verschiedene Deckel-Varianten sind dabei möglich. Diese Vorgehensweise war solange wirtschaftlich, bis in jüngster Zeit die Lohnkosten gestiegen sind und sich die Produktionsabläufe verlängert haben.

Fast alle Komponenten der Entnahmeeinheit und Greifer stammen aus dem Gimatic-Portfolio. Foto: Gimatic

"Wir hatten bis dato nur wenig Erfahrung mit solch einer Deckelschließanlage. Zudem wollte Bowler damit sechs verschiedene Deckeltypen abdecken", schildert Jens Reinfrank, Projektierung Systemtechnik bei Gimatic. Zudem sitzt das Unternehmen nicht gerade um die Ecke. Abgestimmt auf jeweils drei Deckel wurden schließlich zwei verschiedene Deckelschließanlagen mit jeweils drei Greifern entwickelt.

Wie letztlich die technischen Herausforderungen gelöst wurden und die Partner auch die sonstigen Widrigkeiten des Projektes zwischen Deutschland und Südafrika überwanden, das lesen Sie bitte in der kommenden K-PRAXIS-Ausgabe in K-ZEITUNG #22/2017. 

gr

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