“Gepimptes” Polyamid 6

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PA66 ist schlecht verfügbar und teuer – mit einen modifiziertem PA6 bietet Akro-Plastic eine Alternative.

Das Problem ist bekannt: Polyamid 6.6-Compounds sind aufgrund der seit Jahren andauernden Rohstoffknappheit eines wichtigen Vorproduktes im Markt nur begrenzt verfügbar und die Preise steigen kontinuierlich. „Der Preis für PA66 hat sich in den letzten zwei Jahren verdoppelt“, sagt Marc Ollig, Global Product Manager bei Akro-Plastic. „Daher hat es sich Akro-Plastic zur Aufgabe gemacht, als preiswerte Alternative ein PA6 so zu modifizieren, dass es vergleichbare Eigenschaften zu einem PA66 erreicht.“
Akro-Plastic zeigt auf der Fakuma dieses neue PA6-Compound, das in vielen Fällen PA66 substituieren kann. Es heißt Akromid B+. „Mit 50 % Glasfasern verstärkt erreicht dieses Compound konditioniert und bei 80 °C die gleichen Festigkeiten wie ein konditioniertes PA66 GF50“, sagt Ollig gegenüber dem Fakuma Express. „Auch die Steifigkeit ist nahezu auf dem Niveau von PA66. Dabei liegt die neue polymermodifizierte PA6-Type preislich zwischen PA66 und PA6 und eröffnet somit ein erhebliches Sparpotenzial.“

Problemloser Werkstoffwechsel

Wichtig für den Verarbeiter ist: Der Werkstoffwechsel von PA66 auf Akromid B+ kann ohne Probleme mit bestehen Maschinen und Werkzeugen erfolgen, da sich der Glasfasergehalt nicht ändert. „Die höheren Festigkeiten ließen sich auch bei einem gewöhnlichen PA6 durch einen höheren Glasfaseranteil erzielen, das aber gäbe Probleme bei der Verarbeitung durch höheren Verzug und nicht entsprechend ausgelegter Werkzeuge“, erklärt Ollig. Anders bei Akromid B+. „Etwas salopp formuliert: Dieses gepimpte PA6 kommt auch bei gleichen Fasergehalten auf Festigkeiten und Steifigkeiten, die nur leicht unter denen von PA 66 liegen“, so Ollig.
Auf der Fakuma steht bei Akro-Plastic ein Portfolio mit 30 bis 50 % glasfaserverstärkten Akromid B+-Compounds zur Bemusterung bereit, eine Type mit 60 % Glasfasern folgt in Kürze.

mg

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