Gemeinsame Initiative für besseres Image der Kunststoffe

Günter Kögel, Herausgeber der K-ZEITUNG Foto: K-ZEITUNG

Aufgefallen ist Günter Kögel, Herausgeber der K-ZEITUNG, dass die großen Verbände in einer gemeinsamen Initiative das Image der Kunststoffe verbessern wollen.

Um eines der zentralen Probleme der Kunststoffbranche – das schlechte Image der Kunststoffe – gemeinsam zu bekämpfen, haben sich die großen Kunststoffverbände GKV, Plastics Europe und VDMA zusammengetan und suchen mit der Initiative „Wir sind Kunststoff“ und der Internet-Plattform dein-kunststoff.de den Dialog mit der Öffentlichkeit.

Kunststoff rettet in der Medizin täglich tausende von Menschen das Leben, macht als Verpackung Lebensmittel lange haltbar, als Isolierung Häuser energieeffizient und als Strukturteil Autos leicht und stabil, ist unverzichtbarer Bestandteil von Handys und Computern, Schuhen, Textilien und Sportgeräten. Doch wer sich heute im Bekanntenkreis oder bei einem Gespräch als Vertreter der Kunststoffbranche zu erkennen gibt, muss froh sein, wenn er/sie nicht angepöbelt oder ab dem „Outing“ mit Missachtung gestraft wird.

Image der Kunststoffe passt nicht zu deren Bedeutung

Denn das Image der Kunststoffe passt leider so gar nicht zur Bedeutung dieses einzigartigen und extrem vielseitigen Werkstoffes, der durch Erderwärmung, Klimawandel und dem daraus resultierenden Trend zur CO2-Neutralität wichtiger ist denn je. Den Makel beim Image kann keiner alleine zurecht rücken, kein noch so wortgewandter Mensch, kein noch so großes Unternehmen und auch noch so bedeutender Verband.

Initiative strebt offenen Austausch und Dialog an

Dies war auch den Managerinnen und Managern der Kunststoffverbände bewusst und so kam es zu einem einzigartigen Schulterschluss der acht großen Kunststoffverbände und der Gründung der Initiative „Wir sind Kunststoff“. Gemeinsam wollen sie jetzt den offenen Austausch und Dialog zu Innovationen und nachhaltigen Entwicklungen der Kunststoffindustrie in Richtung Kreislaufwirtschaft vorantreiben. Denn, so eine zentrale Aussage: „Über die Kunststoffindustrie wird viel geredet, aber zu selten mit ihr gesprochen.“

Als besonders wichtiges Anliegen der Initiative nennen die Kunststoffverbände denn auch den Dialog. Das Problem, dass so ein Dialog bisher nur schwer möglich war, weil die entsprechenden Ansprechpartner der Kunststoffbranche nur schwer zu finden waren, soll insbesondere die neue und sehr ansprechend gestaltete Internet-Plattform dein-kunststoff.de ändern.

Fundierte Antworten auf kritische Fragen

Hier finden sich zum Beispiel fundierte und auch für Fans von Kunststoffen lesenswerte Antworten auf viele kritische Fragen – von „Wer löst unser Problem mit dem Mikroplastik?“ über „Was unternimmt die Industrie gegen Meeresverschmutzung?“ und „Warum werden Kunststoffabfälle exportiert?“ bis „Wie kann ich plastikfrei leben?“.

Dass die Antwort auf die letzte Frage mit einem „Genau genommen könntet Ihr diese Antwort ohne Plastik gar nicht lesen“ beginnt, dürfte niemanden überraschen, der sich mit Kunststoff auskennt. Ein spontaner Test mit den Kindern aus der Nachbarschaft hat aber gezeigt, welchen Aha-Effekt die komplette Antwort bei Zehnjährigen auslösen kann. Dass es die Verbände durchaus ernst meinen mit ihrem Angebot zum Dialog zeigen die auffällig platzierten und mit Fragezeichen oder Sprechblase gekennzeichneten Felder „Habt Ihr Fragen?“ und „Sprecht mit uns“ mit Weiterleitung zu den Social Media Kanälen auf Facebook, Instagram und Twitter. Jetzt können wir nur noch hoffen, dass dieses Angebot auch angenommen wird und von den Verbänden mit Leben erfüllt werden kann.

Günter Kögel

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