Gelbpigmente für Hochtemperatur-Polymere

Hitzebeständige Gelbpigmente der Marke Colortherm von Lanxess eigenen sich für die Einfärbung von Hochtemperatur-Polymeren. Foto: Lanxess

Lanxess erweitert sein Sortiment an Gelbpigmenten für Hochtemperatur-Polymere. Je nach geforderter Hitzestabilität gibt es das passende Gelbpigment.

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess hat seine Palette an Gelbpigmente „Colortherm Yellow“ für Hochtemperatur-Polymere erweitert. Mit Colortherm Yellow 5 und Colortherm Yellow 26 stehen zwei neue anorganische Gelbpigmente auf Eisenoxid- bzw. Zinkoxid-Basis zur Verfügung, die auf eine Einfärbung speziell im Temperaturbereich von 220 bis 260°C ausgelegt sind.

hitzebeständige Hochleistungskunststoffe.. Bei gleichbleibend hoher Farbstärke im selben Farbort bieten sie Kunststoffherstellern und -verarbeitern einen kostengünstigen Kompromiss zu den Best-in-Class-Produkten Colortherm Yellow 20 und Colortherm Yellow 30, die bis zu 300°C hitzestabil sind.

Hochtemperatur-Polymere brauchen hitzestabile Pigmente

Kunststoffe sind heutzutage in Anwendungen einsetzbar, die man noch vor wenigen Jahren für unmöglich gehalten hat. Sogenannte Hochleistungspolymere mit besonderen physikalischen oder chemischen Eigenschaften ersetzen immer häufiger Metall, Glas oder Keramik. Sie werden für spezielle Aufgaben in der Fahrzeug-, Elektronik- oder Verfahrenstechnik sowie in der Medizin genutzt.

Mit dem zunehmenden Einsatz von technischen Kunststoffen in diesen Hightech-Anwendungen steigt auch das Anforderungsprofil an die Pigmente, die zur Einfärbung eingesetzt werden. Insbesondere die Hitzestabilität der Farbmittel wird zum entscheidenden Faktor. Bei organischen Pigmenten führen hohe Verarbeitungstemperaturen oft zu einer Zersetzung; aber auch anorganische Alternativen können bei Temperaturen von über 180 °C Farbschwankungen unterliegen.

Qualitätskontrolle von Gelbpigmenten nach standardisierten Prüfverfahren im Kunststoff-Technikum von Lanxess. Foto: Lanxess

Lanxess bietet für die Gelbeinfärbung von Hochtemperatur-Polymeren die modulare Produktreihe Colortherm Yellow an. Sie umfasst die Eisenoxide Colortherm Yellow 5 und Colortherm Yellow 20 sowie die Zinkferrite Colortherm Yellow 26, Colortherm Yellow 30 und Colortherm Yellow 3950. Das Sortiment deckt sowohl das Farbspektrum an hellen, gesättigten Gelb- als auch Orangetönen ab. Gelb gefärbte Kunststoff-Formulierungen lassen sich damit bei Verarbeitungstemperaturen von bis zu 300 °C realisieren.

Aufgrund ihres speziellen Herstellungsprozesses ist die Farbstärke der Zinkferrite Colortherm Yellow 26 und Colortherm Yellow 30 im Vergleich zu alternativen Produkten um bis zu 20 % höher. Das führt zu einer entsprechenden Produkteinsparung bei der Kunststoffeinfärbung.

Mehr Flexibilität bei der Auswahl an Gelbpigmenten

„Das Besondere an unserer Produktreihe Colortherm Yellow ist die hohe Flexibilität bei der Pigmentauswahl“, sagt Stefano Bartolucci, Global Market Segment Manager Plastics im Geschäftsbereich Inorganic Pigments bei Lanxess. Je nach Kunststoff-Typ ist bei den eingesetzten Pigmenten ein unterschiedlicher Grad an Hitzestabilität notwendig – oder besser gesagt ausreichend.

„Bei der Einfärbung von Polyethylen beispielsweise reicht es bereits aus, dass die eingesetzten Pigmente keine Farbveränderungen bei Verarbeitungstemperaturen von circa 240 °C aufweisen. Aber für Anwendungen in Polyamid, Polypropylen und Polyphenylensulfid ist eine Hitzestabilität von rund 300 °C unerlässlich“, erläutert Bartolucci. „Durch die Erweiterung unserer Pigment-Reihe Colortherm Yellow können Verarbeiter maßgeschneidert für den einzufärbenden Kunststoff-Typ und die geforderte Hitzestabilität das passende Pigment auswählen“, ergänzt Bartolucci.

Dank eines Kunststoff-Technikums ist Lanxess in der Lage, Kunden beim Einsatz seiner Pigmente umfassend zu beraten. Der Service umfasst auch die Untersuchung der Hitzestabilität in kundenspezifischen Kunststoffanwendungen. „Von der Probenbeschickung bis zur farbmetrischen Auswertung können alle erforderlichen Module über automatisierte Prozesse angesteuert werden. Damit sind wir in der Lage, spezifizierte Prüfungen mit höchster Genauigkeit durchzuführen“, betont Bartolucci.

mg