Unternehmen 11.07.2018 0 Bewertung(en) Rating

Geht die größte Investition der BASF nach China?

BASF prüft den Bau eines zweiten Verbundstandorts in China, die Investitionssumme wird auf bis zu 10 Mrd. USD geschätzt.

Die BASF wird die Errichtung eines neuen integrierten Verbundstandorts in der südchinesischen Provinz Guangdong prüfen. BASF-Vorstandsvorsitzender Martin Brudermüller und Lin Shaochun, Vize-Gouverneur der Provinz Guangdong, haben kürzlich in Berlin im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.

Größte Investition der BASF

Der Verbundstandort in Guangdong wäre die größte Investition der BASF und würde in alleiniger Verantwortung von BASF betrieben. China ist mit einem Anteil von rund 40 % am Weltmarkt der größte Chemiemarkt und bestimmt das Wachstum der globalen Chemieproduktion. Die Investitionssumme bis zum Abschluss des Projekts um das Jahr 2030 wird auf insgesamt bis zu 10 Mrd. USD geschätzt. Die Fertigstellung erster Anlagen könnte bis spätestens 2026 erfolgen.

1 Millionen Tonnen Ethylen pro Jahr

Das BASF-Projekt würde in einer ersten Stufe petrochemische Anlagen umfassen, die das Herzstück des bewährten Verbundsystems bilden. Ein Steamcracker mit einer geplanten Ethylen-Produktionskapazität von 1 Mio. jato soll am Anfang der Wertschöpfungsketten des neuen Verbundstandorts stehen. In weiteren Stufen würden Anlagen für verbrauchernähere Produkte und Lösungen in Bereichen wie Transport oder Konsumgüter errichtet, bis der Standort in seinem Endausbau nach Ludwigshafen/Deutschland und Antwerpen/Belgien der drittgrößte BASF-Standort weltweit wäre.

 - Unterzeichnung der Absichtserklärung in Berlin im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang: BASF-Vorstandsvorsitzender Martin Brudermüller (r.) und Guangdongs Vizegouverneur Lin Shaochun
Unterzeichnung der Absichtserklärung in Berlin im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang: BASF-Vorstandsvorsitzender Martin Brudermüller (r.) und Guangdongs Vizegouverneur Lin Shaochun
Bundesregierung

Kunden dieser Schlüsselindustrien sowie weiterer wachstumsstarker Branchen sind in Guangdong ansässig. Die Provinz ist mit mehr als 110 Mio. Einwohnern die bevölkerungsreichste Chinas. Ihr Bruttoinlandsprodukt (BIP) wächst jährlich um rund 7 %, übersteigt das von Spanien und wird bald das BIP von Südkorea erreichen.

BASF will an dem neuen Standort ein umfassendes Smart-Manufacturing-Konzept umsetzen, bei dem weltweit führende Technologien zum Einsatz kommen. Kunden im Süden Chinas würden künftig von diesem High-Tech-Verbundstandort beliefert werden.

mg

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