Gefüllt, gefaltet, aufgelöst – dieser Löffel ist anders

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Ein junger Erfinder will die Art, wie wir Tee, Kaffee oder Kakao zubereiten revolutionieren. Das Produkt dazu, der Greenspoon, ist bereits als Patent angemeldet. Nun werden Investoren gesucht.

Erfinder Jochen Gabler mit seiner weit gediehenen Idee. Foto: Geschmacksentfaltung

Laut Erfinder Jochen Gabler ist der Greenspoon des Unternehmens Geschmacksentfaltung weltweit einzigartig und der erste faltbare Löffel mit integriertem Getränkegranulat etwa für Tee, Kaffee oder Kakao. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Pulver- und Granulatgetränke wie etwa Tee, Kaffee oder Kakao, bringen bisher zwangsläufig Abfallprodukte in Form von Plastiklöffel, Holzrührstäbchen, und ähnlichem mit sich. Selbst herkömmliche Teebeutel an sich bestehen aus nicht biologisch abbaubaren Bestandteilen wie etwa Heftklammern. Diese Müllberge sind laut Gabler vermeidbar. Bei Geschmacksentfaltung habe man sich lange Zeit mit der Frage befasst, wie man den Müll reduzieren kann, der beim Genuss von Kaffee, Tee und Kakao anfällt.

"Mit dem Fokus auf eine umweltfreundliche und innovative Lösung wollten wir den Verbrauch von Teebeutel, Kaffeefilter, Getränkelöffel, Rührstäbchen, und ähnlichem senken, dabei aber Aussehen, Geruch, Konsistenz und Geschmack der Getränke nicht beeinflussen", so Gabler.

Das Ergebnis nach monatelanger Entwicklungs- und Konstruktionsarbeit besteht aus einem Stärkeblend und ist laut Erfinder zu 100 % biologisch abbaubar. Dabei entstünden keine umweltschädlichen Abfallprodukte. Das sogenannte Origamiprinzip ermöglicht die einzigartige Handhabung. Auf den ersten Blick sieht der Greenspoon nämlich so aus, wie ein herkömmlicher Teebeutel. Entfaltet man ihn wird der Beutel mit dem Getränkepulver oder -granulat sichtbar. Gleichzeitig wird aus der Umhüllung ein Löffel. Die Anwendung sei einfach, schnell und selbsterklärend. Der Löffel wird in heißes Wasser getaucht. Das Granulat kann seinen Geschmack abgeben. Nach 20 min sei der Löffel in kochendem Wasser völlig aufgelöst.

Das junge Unternehmen sieht den Greenspoon auch als attraktives Give-Away. Es gebe kommerziell gut nutzbare Werbeflächen. Medineberichten zufolge haben Parteien bereits Interesse geäußert.

Um die Nachfrage bedienen zu können, fehle allerdings bislang noch ein passendes Unternehmen aus dem Bereich der Lebensmittelverpackungen, das die Löffel herstellen kann.

pl

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