Fusion von Huntsman und Clariant im Plan

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Clariant und Huntsman Corporation veröffentlichten neue Informationen zur geplanten Fusion. Der Zusammenschluss beider Unternehmen soll wie ursprünglich anvisiert im Zeitraum Dezember 2017 bis Januar 2018 abgeschlossen werden. Geplant ist unter anderem ein Ausbau der PUR-Erzeugung.

Die beiden Unternehmen konnten sich auf eine gemeinsame strategische Ausrichtung verständigen. Der Fokus soll demnach auf wachstumsstarke und hochmargige Geschäfte, einem Ausbau der Downstream-Präsenz sowie sich ergänzende Produktportfolios und Reichweiten liegen, um eine zusätzliche Umsatzsteigerung von rund 2 % bei einer Ebitda-Marge von rund 20 % sowie Synergien in Höhe von über 400 Mio. USD zu erzielen.

Die komplementären Vorteile der Bereiche Performance Products, Care Chemicals und Natural Resources sollen durch die Fusion voll ausgeschöpft werden. Die komplementären Assets und die sich ergänzende globale Präsenz eröffnen signifikante Vertriebsmöglichkeiten und eine größere globale Reichweite auf etablierten Vertriebswegen, heißt es von Clariant.

Ausbau der Polyurethan-Systeme

Beim Portfoliomanagement gibt es ein klares gemeinsames Verständnis über die zukünftigen Kernsegmente. Der Großteil der Investitionen wird in Wachstumsbereiche und -regionen fließen. Die bereits starke Downstream-Präsenz wird ausgebaut, indem sowohl auf Formulierungs- und Anwendungsbasierte Segment-Nischen abgezielt wird, als auch auf High-end-Komponenten, namentlich PUR-Systeme. Die bestehende Präsenz hinsichtlich der Hauptrohstoffe MDI sowie Ethylenoxid und Propylenoxid soll in Richtung Downstream PUR-Systeme ausgebaut werden. Zudem soll das Portfolio vereinfacht werden.

Weichenstellung für die Zukunft

Das Projektteam ist zuversichtlich, die Synergieziele von mehr als 400 Mio. USD als auch die 25 Mio. USD angestrebte Steuerreduzierung zu erreichen. Relevante Unterlagen wurden bei den betreffenden Regulierungsbehörden eingereicht, einschließlich in den USA, der EU und in China. Dem Zusammenschluss stehen aller Voraussicht nach somit keine regulatorischen Hindernisse im Weg. Ein vorläufiger Antrag bei CFIUS wurde eingereicht. Die eigenständige Fremdfinanzierung von Venator in Höhe von 750 Mio. USD ist den Angaben zufolge gesichert.

In der Summe versprechen sich die Partner von der Fusion für alle relevanten Stakeholder eine spürbare Wertsteigerung durch eine stärkere Bilanz, höheren Cash-Flow, gesteigerte Stakeholder-Renditen und geringere Finanzierungskosten. Der Zusammenschluss soll zudem Kapital für organisches Wachstum sowie ein wertschaffendes Portfoliomanagement bereitstellen.

db

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