Fraunhofer IVV erweitert Institutsleitung

Das Team der erweiterten Institutsleitung des Fraunhofer IVV für Forschung und Innovationen in der Ernährungs- und Verpackungswirtschaft: Prof. Dr. Andrea Büttner und Prof. Dr.-Ing. Jens-Peter Majschak. Foto: Fraunhofer IVV

Das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV erweitert die Institutsleitung um Prof. Dr.-Ing. Jens-Peter Majschak.

Prof. Dr.-Ing. Jens-Peter Majschak, der langjährige Leiter des Institutsteils Verarbeitungstechnik in Dresden, erweitert zum 1. Mai 2021 die Institutsleitung des Fraunhofer IVV. In seiner neuen Funktion als Institutsleiter unterstützt er Prof. Dr. Andrea Büttner, die geschäftsführende Institutsleiterin des Fraunhofer IVV und Leiterin des Institutsteils in Freising.

Erweiterung der Institutsleitung zur Standortvernetzung

Prof. Dr. Büttner: "Ich freue mich sehr über diesen Schritt. Damit wachsen unsere Kompetenzen und Disziplinen an beiden Standorten noch enger zusammen. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft des Instituts." Prof. Dr.-Ing. Majschak ergänzt: "Wir erleben in den letzten Jahren ein steiles, aber gleichzeitig stabiles und nachhaltiges Wachstum. Um diesen Trend fortzusetzen, gilt es Synergien bestmöglich zu nutzen und unsere Kernkompetenzen zu bündeln." Mit der Erweiterung der Institutsleitung werden die Vernetzung der beiden Standorte und der Ausbau des Institutsteils in Dresden weiter vorangebracht. Zusätzlich wird dadurch die Anbindung des Fraunhofer IVV an die Technische Universität Dresden, wo Prof. Majschak die Professur für Verarbeitungsmaschinen/Verarbeitungstechnik innehat, verstärkt. Die Berufung von Prof. Majschak in die Institutsleitung stärkt die Brücke zwischen Analytik, Verfahrensentwicklung und Verarbeitungstechnik. Jens-Peter Majschak studierte Maschinenbau an der Technischen Universität Dresden und promovierte dort auch.

Unmittelbar danach war er in den ersten fünf Jahren unter den ersten drei Mitarbeitenden des 1995 vom Fraunhofer IVV gegründeten Fraunhofer-Anwendungszentrums für Verarbeitungsmaschinen und Verpackungstechnik AVV in Dresden und damit maßgeblich an dessen Aufbau beteiligt. Mit dem Ruf auf die Professur für Verarbeitungsmaschinen/Verarbeitungstechnik an der TU Dresden übernahm Jens-Peter Majschak 2004 auch die Leitung des Fraunhofer AVV, das sich seither zunehmend dynamisch als Institutsteil des Fraunhofer IVV mit 58 Mitarbeitenden entwickelt hat. Das Team von knapp 30 Mitarbeitenden der Professur an der TU Dresden arbeitet in der Forschung aber auch in studentischer Ausbildung und Mitarbeiterqualifikation mit dem Fraunhofer IVV in wichtigen Themenfeldern wie der Verpackungstechnik und der industriellen Reinigungstechnik zusammen. Die Entwicklung des Institutsteils Verarbeitungstechnik in Dresden wurde maßgeblich von dem Wissens- und Personaltransfer zwischen seiner Professur und dem Fraunhofer IVV beeinflusst.

Transformationen zur Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft

Dem Team von Prof. Majschak ist es gelungen, hoch innovative Automatisierungssysteme zu entwickeln und dabei einen wachsenden Kompetenzmix aus unterschiedlichen Disziplinen wie Informatik, Mechatronik, Materialwissenschaft oder der Ingenieurpsychologie zu integrieren und Digitalisierung in praxistauglichen Lösungen real umzusetzen. Diese Themen werden von der Industrie stark nachgefragt und brachten bereits sehr erfolgreiche Start-up-Unternehmen hervor. Die internationale Vernetzung der beiden Einrichtungen erstreckt sich über ganz Europa – von Cambridge bis nach Stockholm oder Valencia. Prof. Majschak, in dessen Händen auch weiterhin die Verantwortung für den Dresdner Standort des Fraunhofer IVV liegt, ist eine konsistente Verstärkung des Leitungs-Teams. Mit seinen Kontakten zu Wissenschaft und Industrie wird er mit der geschäftsführenden Institutsleiterin Prof. Büttner sowie der stellvertretenden Institutsleiterin Dr. Claudia Schönweitz und dem stellvertretenden Institutsleiter Prof. Dr. Peter Eisner die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten dank seiner Kompetenzen und Erfahrungen an
aktuellen und zukunftweisenden Herausforderungen ausrichten. Dazu zählen die Transformationen zur Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft, die Digitalisierung oder die Ausrichtung der Ernährungswirtschaft hin zu mehr Resilienz, Nachhaltigkeit, Verbrauchersicherheit und neuen Wertschöpfungsmodellen in landwirtschaftlich geprägten
Regionen.

ak